Was bringen nun die 20er Jahre?

2020

Corona schaffte es, den Reiseverkehr zeitweilig zum Erliegen zu bringen. Wir trotzten dem Zustand und unternahmen Reisen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, bspw. testen vor der Anmeldung auf einem Campingplatz, geschlossene Sanitäreinrichtungen auf Stellplätzen etc.

Radtechnisch begann das Jahr mit einer Inspektion des Pegasus. Bei Wöltjen besorgte ich mir einen Inspektionstermin für das E-Bike, am 06.01.2020 durfte ich das Rad bringen. Hingewiesen wurde ich darauf, dass die Kette und die Ritzel erneuert werden müssten (Kostenpunkt ca. 150 €).

Nach rund 18 Monaten war J. unzufrieden mit ihrem E-Bike oder sie reizte einfach ein neues Modell. Am 04.05.2020 kaufte sie sich das I:SY Drive S8 ZR 8-Gangschaltung in „ferrarirot“. Das alte durfte im Keller auf Besuchernutzung hoffen. Bzw. lieh meine Frau mir das Rad für Ausfahrten. Zwischenzeitlich hatte ich unseren Touran „entkernt“ (sprich, die Sitze ausgebaut), sodass wir beide E-Bikes von I:SY im Kofferraum mitnehmen konnten. Ausflüge in die weitere Umgebung waren somit möglich.

Erste Tour mit dem „Ferrari“ am 03.06.2020 an die Hohwachter Bucht. Etwas später dann an die Schlei. Beide Touren mit WoMo.

Ebenfalls im Juni tourten wir an der Ostseeküste umher, Geltinger Bucht bspw. Hier irgendwo im Umfeld von Niesgrau, Steinbergkirche, Langballigau, Dollerup, Neukirchen.

Geltinger Bucht 15.06.2020

Im Sommer dann ab 10.07.2020 Deutschland quer Beet. An der Naab, am Inn, an der Donau und im Altmühltal sowie am Main. Das Bild machte ich am 24.07.2020.

Geografischer Mittelpunkt Bayerns auf der Burg bei Kipfenberg

Aus der gleichen Reise stammt das folgende Bild, auf dem J. frisch vom Feld einkaufte.

Bad Kissingen 28.07.2020

Im Herbst trafen wir uns in Worpswede mit Verwandten. Die Käseglocke (Bild) lag inmitten von hohen Nadelbäumen eingezäunt, 1926 von Koenemann erbaut. Etwas verblasst sah das Rundhaus aus, auf dem Dach lagen haufenweise bräunliche Nadeln. Um den Eingang aus Fehlbränden von Ziegeleien geschenkte Steine, kunstvoll gemörtelt zu skurrilen Beeteinfassungen oder Wegabgrenzungen. Am hellsten leuchteten weiße Häkelgardinen in den Fenstern.

Worpswede 04.10.2020

Eine Inspektion am 06.11.2020 bei Kilometerstand 3.890 bei J.s E-Bike kostete 78 €.

2021

Am 05.03.2021 luden wir die E-Bikes in den Touran und zuckelten nach Klingberg. Von dort über Pönitz nach Haffkrug und wieder zurück nach Klingberg.

Pause

Der 17.06.2021, ich begab mich gleich in den Keller, um das Loch im Hinterreifen meines E-Bikes Pegasus zu flicken. Das geriet zu einem zeitraubenden Unterfangen. Der neue Mantel ließ sich schwer von der Felgen lösen, dann fand ich das Loch im Schlauch nicht. Es blieb nichts anderes übrig, als das Rad komplett auszubauen, das wollte ich eigentlich vermeiden. Muttern gelöst, dann bekam ich den Mantel zuerst nicht an den Bremsklötzen vorbei. Kette abgelegt und endlich das Rad frei in den Händen. Den Mantel untersucht, ein längerer rostiger Nagel steckte darin, der sich kaum herauslösen ließ. Dann das Loch im Schlauch gesucht, gefunden, der Kleber aus der alten Tube tat seine Wirkung nicht mehr. Aus dem WoMo eine neue Packung geholt. Endlich war das Loch gestopft.

Corona verfolgte uns weiterhin. So musste ich am 25.06.2021 in Kappeln bei einem mobilen Tester mir in den Rachen oder die Nase bohren lassen. J. war „frei“, weil sie die Einmalimpfung mit dem Impfstoff von Johnson bekommen hatte und wartete.

25.06.2021 Kappeln

Und wieder reisten wir ans obere Ende Deutschlands, campierten in Westerholz und übernachteten später am 25.07.2021 in Glücksburg im Strandhotel. Auf einer der Fahrten wurden „wichtige“ Aufnahmen der regionalen Flora gemacht.

23.07.2021 Westerholz und Umgebung

Wollten den Osten erkunden und wählten dazu Potsdam und seine weitere Umgebung (Havelland) als Ziel aus. Am 14.08.2021 nahmen wir die Fähre zur Alten Meierei in Potsdam, um schneller zum Cecilienhof zu kommen. Schauten uns u.a. die Ausstellung zur „Potsdamer Konferenz“ an.

Nach etlichen Recherchen zu einem neuen Mantel für das E-Bike, am hinteren Rad war einseitig das Profil total abgefahren, erfuhr ich am 27.08.2021 bei den Händlern von Engpässen in der Lieferkette, in einem Geschäft hätte ich einen mit größerem Umfang (62-504) bekommen können, solche hat J. auf ihrem E-Bike. Da fiel mir ein, im Keller hing noch ein alter Mantel, holte ihn, schaute nach, alles in Ordnung. Ich brachte das Rad in die Beckergrube, dort signalisierte man mir, man könne es heute oder morgen fertig machen. Ich ließ es mit dem Mantel da und ging zu Fuß nach Hause.

Und das Highlight in diesem Jahr: Paris mit der Verhüllung des Arc de Triomphe. Vom 21.09.2021 an machten wir Paris mit dem Rad unsicher.

Auf der Rückreise einen Abstecher nach Luxemburg gemacht. Eine Radtour in die Vorortgemeinden unternommen. Hesperange am 28.09.2021 durchfahren. Eine der wohlhabendsten Gemeinden des Großherzogtums.

28.09.2021 Luxemburg

2022

Die vielen Fahrten im letzten Jahr brachten Verschleiß mit sich. Am 07.01.2022 wechselte man im MTB-Markt im Rahmen der Inspektion bei Kilometerstand 9.717 die Scheibenbremsen bei J.s E-Bike aus. Kostenpunkt 145 €.

Der Wunsch nach einem eigenen I:SY konkretisierte sich immer mehr, als J. am 13.02.2022 einen neuen Katalog von I:SY mitbrachte. Wenn ich also ein eigenes I:SY bekäme, bräuchte ich meine beiden E-Bikes nicht mehr. Die Falträder standen bereits bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf, für sie sah ich schon länger keine Verwendung mehr. Im ersten Anlauf musste ich diverse dümmliche Anfragen auf meine Anzeigen hin abwimmeln. Aber am selben Tag (13.02.2022) meldete sich ein radebrechend deutsch sprechender Mann, der mir die beiden Falträder nach etlichen Probefahrten für 200 € abkaufte. Am 26.02.2022 dann endlich der Verkauf meines 28er Flyer. 700 € wurden ausgehandelt. Am 13.03.2022 folgte eine neue Annonce für das Pegasus. Bis zum 30.04.2022 dauerte es, dann fand ich für das Pegasus für 600 € einen Abnehmer. Alle Verkäufe zusammen ein erklecklicher Betrag (1.500 €) zur Finanzierung des neuen I:SY.

Mein am 22.03.2022 bestelltes Rad wollte einfach nicht „an Land kommen“. Ich wurde wieder einmal vertröstet, Argument: Lieferengpässe (vielleicht wird das Wort ja das des Jahres 2022).

Was lange währt, wird endlich gut, zumindest glaubt man das dann, wenn es „gut“ ist und zurückblickt, sprich: mein E-Bike war gerade heute, am 11.05.2022, eingetroffen. Mein vor dem Laden leicht angestiegener Adrenalinspiegel fiel nach dieser Nachricht sofort rapide ab. Fertig sei es am 20.05.2022, dann könne ich es abholen. Der Groll war zunächst verflogen. Doch zu früh gefreut!

Immerhin hatte man auf meine Mail vom Montag reagiert, eine Rechnung geschickt und den Abholtermin 17.05.2022 bestätigt. Man stellte mir das neue Rad in den Verkaufsraum, einer der drei Menschen, die in dem Laden „den Hut“ aufhatten, fummelte an seinem Notebook herum, wollte die Rechnung fertig machen. Ich besah mir derweil das Rad, warf ein Auge auf das Ringschloss, suchte das Kettenschloss, es fehlte. Diskussion um den Lieferumfang, der nach einigem Hin und Her beigelegt wurde (u.a., weil der jungen Mann aus der Werkstatt sich an Absprachen erinnern konnte). Das Kettenschloss wurde montiert. Zwischendurch meldete sich der Chef, die Rechnung würde erneut zugestellt, weil die Rahmennummer nicht aufgelistet war. Dann ging es wieder um eine Position, die „Große Inspektion“, auch hier hatte sich der anwesende „Chef“ vertan, die Inspektion sei eine Art Rabatt gewesen. Nach Einstellung des Sattels und kurzer Probefahrt, telefonierte die Chefin, kam zurück und merkte an, die Rechnung müsste erneut korrigiert werden, da das Rad auf der Rechnung nicht identisch mit dem ausgelieferten sei. Zu meinem Vorteil veränderte sich durch die Neuausstellung der Endpreis, reduzierte sich um ca. 11 €. Fuhr frohgemut Richtung Heimat, stellte an der Ampel in der Wallstraße fest, die Sattelfederung fehlte. Kehrte um und stand wieder im Laden, die Augen der Beschäftigten groß. Nein, eine Sattelfederung gehöre nicht zum Lieferumfang, so der Chef. Wieder ein Irrtum, über den ihn der junge Werkstattmitarbeiter aufklärte. Ich wurde vor die Wahl zweier Federungen, klassifiziert nach Gewicht, gestellt. Nahm die bis 85 Kg. Die Federung baute der junge Mann ein, danach radelte ich nach Hause. Gewöhnungsbedürftig die stufenlose Schaltung. Zu Hause merkte ich, das Kettenschloss samt Täschchen fehlte. Rief an, die Chefin mit Tausend Entschuldigungen, es sei wohl heute ein schlechter Tag gewesen. Die aktuellste Rechnung wieder ohne Rahmennummer, erwischte den Chef am Telefon, der in sein Gerät tippte und nach dem Fehler suchte, korrigierte und mir das neue Exemplar zusandte. Es war mittlerweile 18.30 Uhr.

Ausflug nach Travemünde. Mein neues Rad passte problemlos in den Touran. Entschlossen uns für die Fahrt am Brodtner Ufer nach Niendorf. So ganz kam ich mit der stufenlosen Schaltung nicht klar, außerdem wirkte es so, als wenn ich mir den Sattel zu niedrig eingestellt hätte. Verlängerten die Tour nach Timmendorf, auf dem Streckenstück löste sich der Sattel und ich rutschte hinten nach unten, vorne hoch. Bis zu Café Wichtig schaffte ich es noch, kein Fahrradhändler in Timmendorf, brauchte einen Torxschlüssel für die Schrauben, den ich nicht dabei hatte. J. wünschte keinen Strandbesuch mehr, so radelten wir – unerlaubt – auf der Promenade ein Stück, um dann wieder auf die Strandstraße abzubiegen. J. blieb hinter mir zurück, signalisierte mir, Schmerzen! Es hätte in der Ferse „pling“ gemacht und sie könne nicht mehr auftreten. Nun ging alles auf einmal schief. Immerhin fand ich einen Fahrradverleih, bei dem mir der momentan beschäftigungslos in seinem Häuschen sitzende Mann mit Sachverstand sofort aus seinem Schuppen den richtigen Torxschlüssel in die Hand drückte. Das Malheur war dann schnell beseitigt.

Im Juni Reise über Dänemark nach Norwegen unternommen. Wir starteten am 06.06.2022 mit erster Station Rendsburg und dem Besuch der NordArt. Von Hirtshals mit der Fähre hinüber nach Kristiansand.

In Oslo die beeindruckende Umgestaltung des Hafenbereiches entdeckt. National- und Munch-Museum, Oper, Architektonische Glanzlichter an jeder Ecke, und das Wetter spielte mit, Sonnenschein, Badewetter. Hier unerlaubtes Radfahren auf dem Dach der Oper:

Tauchte am 22.07.2022 neuerlich beim Händler auf, meine Reklamation führte dazu, dass der junge Mann den kompletten Haltesatz für das Sattelrohr auswechselte und dann meinte, ich solle es so erst einmal probieren.

Am 25.07.2022 die nächste Inspektion bei Kilometerstand 12.572 mit Wechsel eines Mantels sowie der Bremsbeläge beim „Ferrari“. Das kostete 179 €.

Erstes Fazit zu meinem neuen E-Bike:

  • schwerer als das, was ich bisher fuhr
  • Schaltung immer noch gewöhnungsbedürftig
  • Sattel schmal und auf längerer Tour „zu hart“
  • scheinbar mehr Kraftaufwand beim Treten notwendig (liegt es an der stufenlosen Schaltung?)
  • Kettenschloss vorteilhaft, weil auch an dickeren Gegenständen zu befestigen
  • ……….kommt noch mehr

Vom 03.08.2022 bis 05.09.2022 Reise durch Holland, Belgien und Frankreich, mit dem ursprünglichen Ziel „Kanalinseln“.

Yainville, ein kleiner Ort an der Seine, in direkter Nachbarschaft zu unserem Standort Jumiéges, wo sich der Campingplatz befand. Vorratseinkauf „Baguette“ in der Patisserie in Yainville.

Südtirol ruft bereits seit einigen Tagen und wir stehen in den Startlöchern……

Am 23.10.2022 kehrten wir zurück, weniger Kilometer geradelt als sonst. Lag wohl auch an der Brixen-Card, mit der wir umsonst Bus und Gondel benutzen konnten. Erlebnisse per Rad waren die Fahrt auf dem Europäischen Fernwanderweg (E5) auf dem Tschöggl-Berg von Vöran nach Jenesien – Siehe Reisebericht Südtirol (http://reiseblog.us-teen.de). Für uns ungünstig war, das erfuhren wir aber erst nachdem wir oben auf der Hütte waren, dass die Seilbahn von Jenesien nach Bozen abgerissen worden war und nicht mehr fuhr. Also blieb nur die Abfahrt mit dem Rad, steil ging es gut 10 Kilometer in Serpentinen hinunter, die Bremsen glühten oder rauchten zwar nicht, aber die Finger schmerzten vom ständigen Bremsen. Dann spät nachmittags von Bozen zurück nach Lana, Jolas Akku verließen kurz vor Zielerreichung die Kräfte, sodass ich Nach(schiebe)hilfe geben musste.

Am 11.11.2022 begann ja bekanntlich die närrische Zeit, wenn auch nicht unbedingt hier im Norden. Genarrt hatte mich dafür mein E-Bike. Auf dem Nachhauseweg von Bekannten verließ die Luft aus dem Schlauch des hinteren Reifens unversehens auf unerwünschte Weise diesen. Die letzten 500m durfte ich mein Gefährt mit zwei Tüten Brot in der Hand schieben. Ein Metalldraht Marke Tacker lugte aus dem Mantel hervor, immerhin war der Verursacher somit leicht zu identifizieren. Genau an der dünnsten Stelle im Mantel hatte das Teils sich den Weg zum weichen Gummi vom Schlauch gesucht. Glaubte, das Loch sei schnell gefunden und geflickt, doch weit gefehlt. Dort, wo sich der Durchstich des Drahtes befand, kein Loch im Schlauch! Auch links und rechts daneben nicht, was nun, Hexerei im Spiel? Denn aus dem aufgepumpten Schlauch entwich deutlich Luft, Doch woraus nur? Die Lösung: Beim Schieben / fahren mit weniger Luft hatte sich der Mantel auf der Felge verschoben; somit war der Einstich nicht gleichbedeutend mit Loch im Schlauch. Das Loch ward gefunden, geflickt und… hoffentlich hält der Vulkanisator den Gummi auf der Flickstelle.

Ach ja, meine Frau verlor während der Fahrt den gerade frisch geschenkten Spiegel, der zum Glück heil blieb und gefunden ward. Nun erhielt er ein ein paar Umdrehungen mehr bei der Neumontage.

2023

Lange nichts von mir hören lassen bzw. nix zu lesen gewesen.
Immer noch I:SY-Fahrer, „auswärts“ getourt in Norwegen, der Normandie und Südtirol, quasi eine Dopplung von 2022. Wieder liefen manchmal die Bremsen heiß, aber wir blieben pannenfrei.

2024

Im Februar die ersten Radtouren gemacht, Schaltjahr ist, mein Rad nutzte den einen Tag mehr in diesem Jahr für einen Wechsel der Bremsbelege bei at Fahrräder in der Beckergrube. Kostenpunkt: 67,30 € inklusive Bremsentlüftung und Bremsöl.
Am 01.03.2024 bei frühlingshaftem Sonnenschein spontan einen Ausflug nach Travemünde gemacht, Neueröffnung des Seebad-Museums. Empfehlenswerte Ausstellung in diesem kleinen Museum, wenn man sich für die Geschichte Travemündes interessiert. Bei der Heimfahrt den kostenlosen Herrentunnel-Bus genutzt.

I:SY (Unsere E-Bikes)

IS:Y steht wofür?

Martin Kuhlmeier gilt als der Erfinder des i:SY. Bereits mit 10 Jahren baute er sein erstes Bike, um ein Radrennen zu gewinnen. Er siegte mit einem extra leichten und schnellen 20 Zoll Rad – und fuhr nie wieder ein Rennen. Doch Kuhlmeier hatte fortan ein neues Ziel: Das Rad neu zu erfinden. Über die Jahre entwickelte er ein Konzept für ein Fahrrad mit noch nie dagewesenen Fähigkeiten und unvergleichlichen Fahreigenschaften.

Er nahm die Lautschrift des englischen Wortes „EASY“ zum Anlass, seine Marke i:SY zu nennen. 2008 begann die Produktion in Zusammenarbeit mit Flyer (Biketech).

Ehemals ein Markenname der Schweizer Firma Flyer.

Die Flyer AG gibt es seit 2001 (Übernahme von BKTech AG), nannte sich bis 2018 Biketec AG. Seit 2009 befindet sich der Sitz in Huttwil (Schweiz). In Österreich, Holland und Deutschland existieren Vertragsniederlassungen.

In Deutschland übernahm die Hartje KG den Vertrieb der Marke IS:Y und die Produktion in Hoya. Die Kooperation endete zum 31.12.2021, IS:Y wurde an die Biketech Beteiligungs-GmbH verkauft.

Gefertigt wird ab 2022 das E-Bike von der bekannten Radmarke „Kettler“.

Soviel zur Vorgeschichte des Namens I:SY.

Obwohl J. mir von einem 28er abriet, entschied ich mich für das 28er Flyer-Modell. Am 07.04.2014 vormittags war ich beim MTB-Markt und kaufte mir das E-Bike von Flyer. Nachlass gab es 50 € und ein Schloss im Wert von ca. 120 €. 2.950 € ein stolzer Preis für ein Rad mit Hilfsmotor. Ich ließ die Schnellspanner auswechseln, probierte auf einer Probefahrt am Kanal den Sattel, wechselte den vorhandenen gegen einen etwas breiteren Unisex-Typ. Auf dem Weg zum Geschäft rechnete ich durch, was das Rad pro Jahr kostet, bei 10 Jahren „noch Radfahren“ wären das 295 € oder etwas über 24 € im Monat. Ob man so ein Ding nicht besser mieten sollte? Fahre ich auch noch mit 80 Rad? Komme ich dann noch über die Stange? Ein Bild, im Keller gemacht, nach längerer Nutzung des Rades.

Zweiter Urlaub unter Mitnahme des E-Bike von J. an die Atlantikküste nach La Rochelle. Meins blieb zu Hause, passte nicht ins Auto. Wieder eine Tour mit Gepäcktransport. Hier ein Bild von einer Etappe auf der Hinfahrt in Tours am 31.07.2014. Zuvor waren wir erst in Antwerpen und danach in Brügge. An der Atlantikroute u.a auf der Île de Ré und Rochefort sowie Royan gewesen.

Tours 31.07.2014

Katastrophe hoch drei am 11.09.2014, J. wollte morgens zur Schule fahren und das E-Bike war weg, gestohlen, einzig hing das Vorderrad am Schloss am Fenstergitter. Ich war so wütend, das gab’s doch nicht!

13.09.2014: J. war in Sachen Neukauf E-Bike unterwegs, erst bei Laufrad, dann beim MTB-Markt. Das Modell lief aus, sollte es aber noch geben. Man würde ihr am Montag Bescheid geben. Bei der Versicherung hatte sie den Schaden gemeldet und hoffte auf 1.000 € Erstattung.

Am 17.09.2014 fand man das Rad wieder, es lag keine 100m von unserem Haus entfernt hinter einer Hecke. Es war dem Dieb wohl zu mühselig, das schwere Rad über die Brücke fortzuschleppen. Von der Versicherung erhielten wir für kleinere Ersatzbeschaffungen einen Ausgleich.

Eine unserer liebsten Reisedestinationen war und ist Südtirol. So auch im Oktober 2014, wo wir in Brixen weilten. Eine Tour machten wir nach Bruneck. Mit den Leihrädern im Bus hin und von dort mit den Rädern zurück nach Brixen.

Die Frühjahrsferien 2015 nutzten wir für eine Städtetour. Dafür hatten wir uns Rom ausgesucht, ja, Rom mit dem Rad, das hört sich nach einer verrückten Herausforderung an. Flug am 09.04.2015 ab Hamburg. Vom 10.04.2015 bis 13.04.2015 erkundeten wir mit Leihrädern die geschichtsträchtige Stadt. Gepäcktransport später zu anderen Destinationen (Latium) war im Reisepreis inbegriffen.

Pannenerlebnis: am 12.04.2015 löste sich eine Pedale an meinem Rad. Es fing auf Höhe des Denkmals Garibaldi an, als ich bemerkte, dass meine rechte Pedale unrund lief. Bald darauf löste sie sich ganz und viel ab. Bis nach Hause zum Hotel waren es von dort noch gut 6 Km. Ich musste die meiste Zeit schieben, konnte nur, wenn es bergab ging, mich und das Rad rollen lassen.

Zu den letzten beiden Fotos: Wir landeten nach der Rückkehr aus dem Latium in Rom im Stadtteil Trastevere, zuerst kaufte ich beim Bäcker Vollkornbrötchen und J. später Kekse. Wir setzten uns in der Nähe auf eine Marmorbank neben einem Denkmal unter Schirmpinien, packten die restlichen Lebensmittel von gestern aus und begannen unser letztes Picknick vor dem Rückflug im Freien in Rom.

Uns lockte ich im Sommer nach Dänemark, Skive hieß der Ort, wo wir ein Apartment gemietet hatten. Am 03.08.2015 unternahmen wir einen Ausflug auf die Insel Fur. Zwischendurch arbeiteten wir uns durch unwegsames Gelände und mussten teils schieben.

Und wieder war Berlin unser Ziel. Schöneberger Rathaus, Köpenicker Schloss, Müggelsee, Open-Air-Kino in Friedrichshain, Spree im August 2015….

26.08.2015 Berlin Spreetunnel

Erste Reise mit einem Wohnmobil am 16.10.2015, geliehen für 14 Tage. Diesmal noch ohne E-Bikes. Grund war, wir fuhren mit dem Touran erst in die Nähe von Lüneburg, um dort das Wohnmobil in Brietlingen abzuholen und danach an einem Golfturnier teilzunehmen. In der Heckgarage verstaute ich die beiden Falträder. Hier ein Bild vom Umladen. Waren auf dem Campingplatz in Sexten in Südtirol.

Fuhr am 01.12.2015 zum MTB-Markt. Meine Schaltung am E-Bike funktionierte nicht richtig. Der kompetente Servicemitarbeiter benötigte nur wenige Handgriffe und einen Blick auf die Kabelführung, die Lösung lag so nahe, der Strang hatte sich aus der Buchse gelöst und verursachte die Aussetzer beim Treten.

Ab März 2016 durften wir uns stolze Besitzer eines Wohnmobils nennen. Ich im Ruhestand, da begann das vermehrte und längere Reisen. Schraubte als erste Maßnahme einen zweischienigen Radträger in der Heckgarage an. Dort würden zukünftig die E-Bikes sicher transportiert werden können.

Mit dabei diesmal im Oktober 2016 die E-Bikes. Hier von Jenesien kommend bei einer spektakulären Abfahrt aus dem Tunnel von Autos verfolgt nach Bozen.

Am 10.02.2017 ließ J. sich beim MTB-Markt ein Angebot zu einem neuen E-Bike erstellen. I:SY Bosch LL 20 Zoll. Kristallrot mit 400 Watt Akku. I:SY gehörte zu dieser Zeit als Marke der Firma Hartje in Hoya. Bestellt wurde es dann am 29.03.2017 und ausgeliefert am 29.04.2017. Preis: 2.670 €.

Am 14.03.2017 raffte ich mich auf, mein Plan war, zu Wöltjen zu fahren. Nahm mein altes Gudereit-Rad mit, falls ich doch gleich zuschlagen und mir das kleine E-Bike kaufen würde. Dann hätte ich das alte dort für „die Allgemeinheit“ stehen gelassen. 2.599 € sollte es mit dem 400 Watt Akku kosten. 200 € mehr, wenn es der leistungsstärkere Akku hätte sein sollen. Verhandelt hatte ich noch nicht! Zwei Tage später: Nach eintägiger Überlegungspause hatte ich mich – nach dem Abstreifen letzter Zweifel – zum Kauf eines zweiten E-Bikes entschlossen. Der Verkäufer kam mir insofern entgegen, als dass er meinte, er könne mir das „Pegasus E-Swing E8R 24“ für den alten Preis aus 2016, mithin für 2.499 € überlassen. Extras könne er nicht gewähren. Ich holte das Rad dann am Nachmittag ab. Mein altes Gudereit verabschiedete ich vor dem Fahrradgeschäft mit einem „Tschüss alter Drahtesel“. Unangeschlossen ließ ich es für jedermann nutzbar stehen.

Nun war ich quasi noch vor J. Besitzer eines neuen, zweiten E-Bike. Dieses kleinere E-Bike ließ sich besser im Wohnmobil transportieren, das war u.a. auch ein Grund für den Kauf.

Am 23.03.2017 musste ich zum Händler nach Lahmstedt, wo ich ca. 08.40 Uhr auf dem Gelände stand. Ich holte mein Rad aus der Heckgarage, übergab dem Werkstattmeister die Schlüssel, orderte die Gasprüfung dazu, sie wäre dann zukünftig immer zusammen mit TÜV fällig. Ich zog mir meine Wanderhose an, nahm Handschuhe und Mütze mit. Das war auch notwendig, denn im Gegensatz zu gestern schien hier keine Sonne und entsprechend frisch war der noch morgendliche Fahrtwind. Der Lenker hatte eine leichte Fehlstellung, die ich nicht korrigiert bekam. Da ich wusste, dass sich gleich hinter der Kreuzung ein Fahrradgeschäft befand, fragte ich dort nach einem Inbusschlüssel, den mir der Inhaber auslieh. Danach orientierte ich mich an der Kreuzung und entschied nach Wingst zu fahren. 10 Km stand auf dem Hinweisschild. Also gut, Zeit genug hatte ich ja, denn der Werkstattleiter signalisierte mir, 6 Stunden würden seine Leute für den Austausch der Arbeitsplatte benötigen. Es ging sehr viel auf Seitenwegen ab von den Hauptverkehrsstraßen durch das brache Land. Oft sah ich Reste von Stängeln der Maispflanzen von der letzten Ernte als sichtbare Überbleibsel auf den Feldern. Ich landete in Varrel, ein kleines Dorf etwas abseits der eigentlichen Route. Wingst erreichte ich nach gut 14 Km mit kalten Füßen und Zug im rechten Ohr vom ständig pfeifenden Wind. Wingst schien mir eine Art Konglomerat aus Ortsteilen zu sein, bis zum Zoo und den Sportanlagen waren es dann plötzlich weitere 4 Km. Am Zoo angelangt, kamen die Erinnerungen an unseren Familienbesuch mit unserer Tochter in den 80er Jahren. In den Zoo wollte ich nicht, dafür reizte mich das Schild mit der „18%“ Steigung. Der Weg führte hinauf zum Olymp, zum „Deutschen Olymp“ wie es ausgeschildert hieß. Auf mittlerer Strecke musste ich schon auf „Sport“ und in den ersten Gang umschalten, um oben anzukommen. Hier herrschte derzeit Ödnis vor, keine Menschenseele, Türen verschlossen. Ich dachte mir, als Beweis meiner Kletterkünste und dazu mit meinem neuen Rad mache ich „Selfies“.

So stand ich dann auf dem Olymp:

Hinunter ging es vorsichtig, auch wenn ich am Ende mit 46 Km/h ins Tal sauste. Über den Zaun konnte ich einen Blick in das Gehege des Zoos mit einem Tiger werfen; das arme Tier sah ziemlich elend aus und schien etwas zu lahmen. Ich fuhr durch den Kurpark zurück, noch einmal etwas steiler hinauf, dann landete ich wieder auf der Hauptstraße und ich machte mich Richtung Lamstedt auf. Langsam stellte sich bei mir Appetit ein und eine Pause täte mir sowieso ganz gut. In Lamstedt dämmerte mir, gäbe es keine Restaurants oder Gaststätten, also bog ich nach Hemmoor ab. Restaurants schienen in diesem Teil der norddeutschen Welt unbekannt zu sein. Letzte Rettung war der Supermarkt „Combi“, in dem ich eine Scheibe warmen Leberkäse und eine Frikadelle aß und mich in einer Sitzecke aufwärmen konnte. Vor dem Ausgang kaufte ich am Fischstand Heringssalat. Von Hemmoor kannte ich die Strecke von der gemeinsamen Fahrt mit J. im letzten Jahr. Eine „Sightseeing-Tour“ durch Lamstedt verfestigte lediglich meine Auffassung von einem armseligen Flecken dieser Erde. Um 14 Uhr war ich wieder beim Händler, musste dann bis fast 17 Uhr auf mein WoMo warten. Zwischendurch bereinigte der Werkstattleiter und ich ein Missverständnis. Es bestand in der Deutung der Begriffe Dichtigkeitsprüfung und Gasprüfung. Die Gasprüfung hatte ich nach seiner Empfehlung mit in Auftrag gegeben. Die andere bezog sich auf ein dichtes Dach, das sollte – wegen der Garantiezusage – jedes Jahr gemacht werden. Die zusätzliche Prüfung veranlasste der Werkstattleiter dann kurzfristig. Ärgerlich war dann am Ende der Ärger um die Garantieleistung bzw. das Fahrgeld. Erst wollte man mir weismachen, ich hätte eine Fahrt zu viel bezahlt bekommen und die heutige wäre damit verrechnet. Dann meinte man, da ich die Dichtigkeitsprüfung veranlasst hätte, hätte ich keinen Anspruch auf die Zahlung. Ich lasse das hier einmal weg, wie es weiter ging….

Urlaubsreise im April 2017 nach Holland und Belgien. Über Nordhorn zum Keukenhof und Tage später nach Maastrich.

Ein schmerzhaftes Erlebnis darf hier nicht fehlen. Am 19.05.2017 landete J. in einer Hecke, das kam ganz plötzlich und völlig überraschend. Auf dem Weg nach Dänemark durften wir in Brodersby mit dem Wohnmobil für 10 € Platzgebühr auf dem Hof stehen. Der Vermieter bot außerdem 4 Gästezimmer an. Wir erhielten eine Wanderkarte der näheren Umgebung. Wir nahmen unsere Räder und fuhren bei stark verhangenem Himmel nach Missunde. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir „Das Kaffeehaus“ und am Fähranleger das Fährhaus sowie den Fischimbiss. 3,60 € würde die Überfahrt für ein Wohnmobil kosten. Wir besuchten die Marina und folgten später dem echt holperigen Wanderweg Richtung dem Fleckchen „Geel“. Hier standen einige recht flotte Villen mit Blick auf den Ostseefjord Schlei. Der Kroog im Ort schien verlassen bzw. geschlossen. Wir kehrten zurück nach Brodersby, J. touchierte dabei den Kantstein und stürzte, fiel mit dem Rad um und landete in der Hecke. Außer dem Schreck war allerdings nicht viel passiert. Wir machten kurz darauf Pause im „Kaffeehaus“, aßen ein geteiltes Stück Kuchen.

Reise im Sommer in die Bretagne:

Am 03.11.2017 durfte ich nach ein paar Tagen Werkstattaufenthalt mein Pegasus E-Bike abholen, allerdings war es am Mittag noch auf „der Stange“ und wurde gerade auseinander genommen. Am Nachmittag konnte ich dann damit nach Hause fahren. Es war wohl das Kugellager im Vorderrad, das nicht mehr in Ordnung war. Der Werkstattmitarbeiter hatte scheinbar einige Arbeit in die Suche nach der Ursache investieren müssen.

Im Januar 2018 Aufenthalt in Heiligenhafen, danach am 30.03.2018 ins Elsass, wo wir u.a. in Straßburg verweilten. Es folgten im April Kurztrips nach Grömitz und Kühlungsborn und im Mai stürmten wir Fehmarn und Sylt.

Kurztrip nach Rendsburg kleine Touren ins Umfeld, Besuch der NordArt und Nachtwanderung mit Führung gemacht. Auf dem Rückweg am 17.06.2018 in Nortorf gestoppt und Radfahrt u.a. nach Emkendorf.

17.06.2018 in oder bei Nortorf

Der 28.08.2018 dürfte bei uns so schnell nicht in Vergessenheit geraten. J. kam dann am späten Abend, nachdem sie ihr Fahrrad in die Garage gebracht hatte, mit der Meldung zurück, ihr altes E-Bike sei weg. Und tatsächlich fand sie das aufgebrochene Schloss. Sie tobte und war drauf und dran ein Messer einzusetzen, wenn sie den Dieb erwischen würde. Allerlei Beschimpfungen musste ich mir anhören, natürlich war ich auch sauer und ärgerte mich eigentlich mehr über uns selbst und die laxe Sicherung. Am 03.09.2018 erledigte J. die Schadensmeldung wegen des E-Bikes, wir durften wohl mit 1.900 € Erstattung rechnen. Am 11.09.2018 erstatte die Versicherung großzügig 2.142 €, das war mehr als erhofft.

Besuchte am 15.09.2018 den MTB-Markt, um mir E-Bikes anzusehen. Besprach mich mit einer Mitarbeiterin, berichtete von meinen „Größenproblemen“ auf dem Pegasus. Der Tipp, das I:SY käme demnächst als XXL-Modell für Menschen bis zu einer Größe von 2,10m auf den Markt, war der Anstoß zu der Überlegung, ein solches Modell ersatzweise für mein Pegasus zu kaufen.

Um 20 Uhr verschwand ich zum Nachbarn, Doppelkopf gespielt, das war am 17.09.2018. Zwischendurch klingelte es, J. berichtete aufgeregt und verstört, dass jemand ihr E-Bike draußen gestohlen hätte. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, hatte es jetzt jemand auf „uns“ abgesehen. Ein herrenlosen Fahrrad stand in der Garageneinfahrt, nicht abgeschlossen. Jola hatte kurz zuvor ein knackendes Geräusch vernommen und aus dem Fenster geschaut, aber nichts verdächtiges erkennen können. Die Polizei kam natürlich nicht, man solle am nächsten Tag Anzeige erstatten. Das erledigte J. dann natürlich. Kaum zurück, sie stand schon draußen vor der Tür, da klingelte das Telefon, der MTB-Markt meldete sich, die Mitarbeiterin fragte vorsichtig, ob wir etwas vermissen würden, was ich nach kurzem Zögern bejahte. Und tatsächlich, die frohe Botschaft über das Wiederauffinden des E-Bikes drang an mein Ohr. Die Bundespolizei aus Hamburg hatte sich im MTB-Markt gemeldet, man hätte einen Mann mit dem Rad aufgegriffen, der auffällig nicht zum Rad passte und man meinte, das könne nicht der Besitzer sein. Über das Händlerschild und die Rahmennummer war dann schnell geklärt, wem das Rad gehörte. J. war nach der Mitteilung völlig „durch den Wind“, brauchte eine Findungspause, rief dann aber in Hamburg an. Nach einigem Hin und Her verfrachtete ich mein Faltrad ins Auto und ab ging es nach Hamburg. Den Glücksfall feierten wir dann in Hamburg und nutzten die Zeit für eine Alsterrundfahrt. Am Klosterwall fand ich einen Parkplatz, von wo aus wir zum Bahnhof gingen. Die Diensträume der Bundespolizei befanden sich rechts vom Eingang am Hachmannplatz. Nach dem wir einige Sicherheitstüren hinter uns gelassen hatten, half uns ein gutmütiger Mann mit leicht geröteter knolliger Nase bei den Formalitäten, holte dann das Rad, was J. eingehend prüfte und meinte, der Lenker wäre ein anderer. Das Vorderrad blockierte etwas, die Bremse war scheinbar verklemmt, aber das Rad fuhr, der Akku war voll geladen. Im Polizeibericht stand, das Rad hätte ein 24-jähriger Pole morgen gegen 05.20 Uhr in der Nähe der Kunsthalle „gefunden“. Wahrscheinlich so hübsch verpackt formuliert, damit es zu keiner weiteren Überprüfung kommt. Egal, wir bedankten uns und ich trug das Rad die Treppen hinunter.

Die Versicherung erstatte Reparaturkosten und ein neues Schloss am 01.10.2018.

Der 11.12.2018, noch ein rabenschwarzer Tag für uns. Ich wollte in der Früh in die Schwimmhalle, holte mein Fahrrad aus der Garage und bemerkte beim Hochfahren, dass das Rad sich so schwergängig fahren ließ. Der Akku war nicht da! Mir schwante Übles, denn er war ja gerade erst geladen und mit ins Haus hatte ich ihn nicht genommen. Ich kehrte um, ein Blick zurück, J.s Rad fehlte ebenfalls. Wieder ein Diebstahl! Diesmal hatten die Diebe den Metallring abgesägt oder wie auch immer gelöst. Ich kehrte um und berichtete J., sah in ein recht verzweifeltes Gesicht. Ich nahm die Dokumente und fuhr in die Hansestraße aufs Polizeirevier und stellte dort Strafantrag bzw. gab den Diebstahl zu Protokoll. Das dauerte so seine Zeit, bis der junge Mann alles in sein System getippt hatte. Am 20.12.2018 erstatte die Versicherung zum wiederholten Male großzügig 2.142 €. Schon am nächsten Tag, der 21.12.2018, kaufte sich J. ein neues I:SY, diesmal bei „at-Fahrräder„, Kostenpunkt 2.858 €.

Ich wechselte vorsorglich die Hausratsversicherung, das wurde mir vom Versicherungsvertreter nahegelegt, den eine Kündigung seitens der Versicherung drohte bei so vielen Schäden in so kurzer Zeit. Dann hätte ich womöglich keinen neuen Versicherer mehr gefunden. Bei der neuen Versicherung riet man uns dringlichst, die Räder nicht mehr in der Tiefgarage abzustellen, sondern sie mit ins Haus zu nehmen. Nun schleppen wir seit gut zwei Jahren die Räder jeden Abend ins Haus.

am 17.01.2019 durfte ich nach 5 Tagen einen neuen Akku für mein 28er Flyer beim MTB-Markt abholen. Kostenpunkt: 641 €, die ich nicht von der Versicherung erstattet bekam, weil es sich ja um e i n e n Diebstahl, also um eine Versicherungsleistung, handelte und die mit der zuvor genannten Zahlung abgegolten war.

Kurzentschlossen nutzten wir 2019 schönes Februarwetter für einen Besuch in Amsterdam. Ob die Hunde nun auf Leckerli hofften, mich bewachten oder auf ein Kommando warteten, das zu interpretieren überlasse ich dem Betrachter.

Hundeflüsterer im Vondelpark in Amsterdam

Und schon wenigen Wochen später unternahmen wir ab dem 15.04.2019 eine weitere Reise, diesmal nach Groningen, quasi gleich hinter der deutschen Grenze.

Mülleimer speziell für Radler an den Radwegen, konstruiert für Fahrer mit sportlichen Ambitionen, insbesondere wären hier Basketballer gefragt.

Am 30.04.2019 kaufte ich mir beim MTB-Markt auf Probe einen neuen Sattel für mein kleines E-Bike, mehr Volumen unterm Hintern und weicher, weil mit Gel gefüllt. Gleich um den Kanal die gut 4 Kilometer nach Hause, quasi als Test, geradelt.

Ich betätigte mich als Ingenieur und bastelte einen Abstellplatz im Hausflur.

Und schon wieder auf Achse, auf Rügen trieben wir uns Ende Mai herum.

Ab 06.06.2019 ging es über Puttgarden und Dänemark ab nach Schweden. Malmö, Öland, Söderköping, Stockholm und Göteborg sollen als Hauptaufenthaltsorte für diese Reise genannt sein. Nur wenige Aufnahmen mit unseren Räder liegen dazu vor.

Am 30.06.2019 konstatierte ich, 787 Km in Schweden mit dem Rad zurückgelegt.

Ab 04.09.2019 machten wir uns gen Süden auf, erst durch Deutschland, dann Südtirol und weiter bis nach Venedig.

Marienburg in Würzburg

Bis Ende des Jahres hatten sich mehrere Freunde ebenfalls E-Bikes gekauft. Ich knackte die 10.000 Km-Marke auf dem Tachometer für das I:SY.

Was bringen die 20er Jahre? Lies weiter dort.

Das erste E-Bike

06.04.2013: J. entschloss sich zum Kauf eines E-Bikes der Schweizer Firma Flyer und bestellte das abgebildete Modell.

Jpeg

20.04.2013: Kauf i:SY von Flyer, Typ Eco Deluxe 12, schwarz. 2.500 € bezahlte sie dafür.

01.05.2013: Erste Versuche, J.s E-Bike in den Kofferraum zu verfrachten schlugen fehl. Auch mit abgesenktem Lenker und Sattel passte es nicht hochstehend hinein. Baute die Klingel ab, weil sich dadurch der Lenker ein Stück weiter einschieben ließ, das nütze allerdings ebenfalls nichts. Wollte die Rücksitze hochklappen, was mir nach der Beschreibung an den Sitzen nicht gelang. Später neuer Versuch, Korb abgeschraubt und das Rad quer ins Fahrzeug gehievt.

26.05.2013: Bastelte im Keller an einer Rampe, auf der J. besser das schwere E-Bike ins Haus oder von innen auf die Straße schaffen konnte. Mein Improvisationstalent war wieder mal gefragt.

Nordseeküste u.a. mit Aufenthalt auf Norderney vom 14.07. – 29.07.2013.

Zwei Fotos nach der Rückkehr von der Insel. Erstmals ist das E-Bike dabei.

2013 Norden

09.12.2013: J. erzählte mir, sie hatte heute mit ihrem E-Bike in der Krempelsdorfer Allee einen Plattfuß und musste das schwere Rad bis nach Hause schieben, was ihr den Schweiß aus den Poren getrieben hatte. Morgen sollte es mit dem Rad in die Werkstatt gehen.

12.12.2013: Erste Inspektion, die mit knapp unter 100 € zu Buche schlug.

Lese weiter im Beitrag: Unsere E-Bikes

Der Gedanke, ein E-Bike zu kaufen keimt auf

Anfang März 2012 konnte J. sich noch nicht so recht entschließen, ihren Motorroller zu verkaufen. Nach meinen Recherchen bekäme sie mit etwas Glück ggf. noch 2.500 €. Dafür ließe sich dann ein Elektrofahrrad kaufen.

Zum 1. Mai 2012 verabredete sich J. mit unseren Bekannten, fuhren zu denen nach Cashagen und machten von dort aus eine Fahrradtour. Die Klappräder im Auto verstaut, ging es kurz nach 11 Uhr los. Bei böigem Wind, sonniger Atmosphäre, etwas kühleren Temperaturen als gestern, ging es die hügelige Strecke bis nach Pronstorf, an einigen Steigungen verließen wir die Sättel und schoben uns (und die Räder) die Berge hinauf. In Pronstorf machten wir Halt beim Krug, saßen draußen, obwohl doch recht kühl und aßen Kuchen. Nach 21,5 km wieder in Cashagen zurück.

Am 30.06.2012 vormittags radelten wir zum MTB-Markt. Ich zeigte J. das Faltrad mit Elektromotor. Sie machte eine Probefahrt und schien zumindest beeindruckt, wollte sich aber nicht sofort entscheiden. Zu überlegen wäre sowieso, zu welchem Zweck man ein Rad mit Motorunterstützung anschaffen möchte. Will sie damit zur Schule fahren?

Baute im Juli 2012 J. ihren neuen Fahrradständer (14,99 €) an.

Ab dem 13.07.2012 machten wir in Bayern Urlaub und dort mehrere Radtouren. Eine davon geplant um den Staffelsee. Fahrräder in Murnau ausgeliehen. Gutes Material von Kettler. Durch falsche Wegwahl tourten wir durchs Murnauer Moos bis nach Bad Kohlgrub und von dort nach Uffing. Teilweise mussten wir schieben. Der Wasserlauf Lindach begleitete uns einen Teil der Strecke. Nach Erreichen von Bad Kohlgrub begann es zu regnen. Wir setzten uns in ein Café und lasen in Zeitschriften. Die Tour führte dann kurz über die Hauptstraße und danach über einen Bahnübergang erst ein Stück bergan, und wo es hinauf ging, da ging es auch wieder hinunter (Bilder oben).

Am 20.07.2012 fand J. In Schlehdorf in der Information einen Flyer einer E-Bike-Station (Landgasthaus Fischerwirt). Erhielten die Auskunft, es seien zwei Räder verfügbar. Gleich gegenüber befand sich der Gasthof, so ein Glück. Wir konnten mit dem freundlichen Chef eine verlängerte Zeit für den 30 € – Tarif (halber Tag) vereinbaren. Dann ging es los Richtung Kochel, wo J. ein bisschen mehr zu sehen wünschte als nur durchzufahren. So fuhren wir zum See hinunter am Montessori-Kindergarten in der Badstraße vorbei. Ich erkannte auf dem Weg zum See den Gasthof zur Alten Post, dort hatten wir vor vier Jahren gegessen und auf einem Bauernhof übernachtet. Im Kräuterladen bestellten wir uns Kuchen, Kaffee und Tee und saßen draußen auf alten Holzbänken vor der Kräuterschnecke. Ein Tross Jugendlicher zog mit Koffern durch das Kloster, vermutlich Beteiligte an der abendlichen Aufführung, denn dort waren einige Jugendchöre mit dabei. Wir wechselten die Räder, weil mein Akku noch mehr Reserven aufwies. Gegen 13.15 Uhr verließen wir das Kloster, um den Ort zu besichtigen. Kamen an einer Jugendherberge vorbei, die „Miriam“ hieß. Der Ort um das Kloster bot wenig attraktive Ansichten. Fuhren zunächst außen über Ried zurück, querten dort die „B11“, um dem Lauf der L? zu folgen. Doch nach wenigen 100 m endete der Weg an einem Bahndamm, wir kehren notgedrungen um und fahren den gleichen Weg zurück. Unterwegs trafen wir etwas später an einer Brücke über die Loisach eine Gruppe Jugendliche in Neoprenanzügen beim Umziehen und Vesperpakete öffnend. Sie machten eine Floßfahrt. Wir änderten die Rückfahrt, nahmen Kurs auf Großweil, umfuhren Schlehdorf und jagten einem Radtouristen mit Normalfahrrad hinterher bis Kochel, wo ich ihn einholte. In Kochel fuhren wir 900 m bis zum Franz Marc-Museum. J. schaute sich im Shop um, während ich den Angestellten im Restaurant „Blauer Reiter“ durchs Fenster bei der Arbeit zuschaute. Sie legten Kuchenformen mit Teig aus und der Chef erzählte dabei von einer Steuerprüfung. Es blieb nicht mehr viel Zeit für die Rückkehr und Abgabe der Räder zum vereinbarten Termin. Also hieß es kräftig in die Pedalen treten. J.s Akku hatte nur noch 20% Leistung. Auf dem letzten Kilometer trieb uns eine Regenfront entgegen, der wir knapp entkamen und so fast trocken den Landgasthof erreichten.

20.07.2012 mit dem Leih-E-Bike unterwegs

Das war die erste Erfahrung mit einem E-Bike.

Im April 2013 einen Trip nach Kopenhagen gemacht. Am 02.04.2013 bei sonnigem Wetter an der Flaniermeile Nyhavn nach einem passenden Restaurant Ausschau gehalten.

Am 04.03.2013 bei Real mit Kreditkarte Lebensmittel und einen neuen Kilometerzähler fürs Fahrrad gekauft. In Lübeck haderte ich mit dem Einbau des Tachometers, schwitzend probierte ich einige verschiedene Anbauvarianten aus, bis ich den Sensor dann soweit zum Magneten ausgerichtet hatte, damit dieser Kontakt mit dem Magneten bekam. Heute, am 18.04.2013, war ich unterwegs, um meine Gangschaltung bei einem Fahrradhändler reparieren zu lassen. Alle hatten keine Zeit für eine Spontanreparatur, Wartezeiten bis zum 03. Mai. Gut für die Händler, schlecht für mich als Kunden. In der Wahmstraße bekomme ich einen Termin für den 26.04. Noch einmal will ich nicht die Fummelarbeit machen, das Angebot machte mir der Werkstattmann, er wollte mir Seilzug und Hülle mitgeben.

04.08.2013: Nachmittags fuhren wir nach Warnsdorf, von dort mit dem Rad nach Niendorf, die Neubausiedlung in Augenschein genommen, gestaunt, was für architektonisch gefällige Häuser hier errichtet wurden. Weiter über Timmendorf bis nach Scharbeutz. Dort im Kleinen Steakhaus zu Mittag gegessen. J. kaufte sich an einem Straßenstrand einen Bernsteinengel für ihre Geldbörse. Auf dem Rückweg stoppten wir in Niendorf und gingen an den Strand. Ich machte mich gleich auf ins Wasser und schwamm gegen die Wellen an. So leicht und unbeschwert war ich schon seit Jahren nicht mehr in offenen Gewässern baden gewesen. Eine dicke dunkle Wolke zog über uns herauf, ohne dass es zu regnen begann. Wir radelten auf der Promenade zurück. Erdbeeren waren in Warnsdorf bereits alle ausverkauft. Über Bad Schwartau ging es zurück nach Lübeck.

03.09.2013: Zwei Tage Regenwetter, sehr ungewohnt! Gestern hatte ich mein Rad demoliert am Hamburger Bahnhof vorgefunden. Muss irgendein Randalierer eine Acht ins Vorderrad getreten haben. Eierte damit im Nieselregen mit schleifendem Mantel zum Dienst. Abends nahm ich es mit nach Lübeck. War beim Fahrradhändler, der mir offenbarte, da sei keine Reparatur mehr möglich. Ein neues Vorderrad würde ca. 150 €, ein Wechsel von Felge und Speichen ca. 95 € kosten. Ich nahm das Rad und kehrte zurück zum Bahnhof, wo ich mein „Heimfahrt“ abholte und nach Hause im Doppelpack radelte. Im Keller baute ich das Rad aus, stellte dabei fest, eine Speiche war gebrochen. Außerdem ließen sich die Speichen kam justieren. Also, entweder Schrottplatz oder das Geld investieren.

In den Folgemonaten nahm ich dann mehrfach mein Faltrad von Lübeck aus im Zug mit, um dann vom Hauptbahnhof in Hamburg zur Arbeitsstelle zu fahren bzw. vice versa.

Lese weiter im Beitrag: Das erstes E-Bike

Ins Jahr 2000 und folgende….

…. das mit einer Tour im Juli 2000 mit Freunden um den Ratzeburger See begann. Verpflegung wurde mitgenommen.

Auch im Elsass waren wir im Jahr 2000.

Schweden sollte besucht werden, wir umrundeten den Vätternsee auf eigene Faust. Ohne Unterkunftsvorbuchungen starteten wir in Jonköping. Eine Bleibe für die Nacht zu finden war nicht so einfach. In Vadstena buchten wir am 18.07.2002 ein Zimmer in einem alten Eisenbahnwaggon. Mein Rad lehnt am Baum.

Dann 2001 in der Schweiz, im Sommer den Donauradweg von Passau bis nach Wien absolviert.

In Frankreich im Périgord entdeckten wir 2003 einen für uns neuen und sehr heißen Teil des Landes. Das war so um den 10.07.2003 herum. Einziges Bild, wo ein Rad mit aufgenommen worden war:

Wir wollten wieder einmal Berlin unsicher machen. Am 10.10.2004 standen wir hier vor dem Palast der Republik.

2004 in Berlin

Mit diesem Modell oder einem sehr ähnlichen erfasste ich zu der Zeit am Gudereit meine gefahrenen Kilometer.


Am Bodensee, Vorbereitung auf die Umrundung…..


Am 28.02.2006 zog ich mit einem Großteil der Verwaltung nach Hamburg ins neue „Hauptquartier“ um. Daraus resultierte für mich:

  • morgens früher aufstehen
  • Bahnfahrt von Lübeck nach Hamburg
  • Mehrkosten für die Monatskarte
  • weniger Freizeit
  • Nerven wie Drahtseile bei der Nutzung der Deutschen Bundesbahn
  • Zweitrad für die Fahrt vom Bahnhof zur Arbeitsstelle

J. kaufte sich im April 2007 ein neues Rad, ein Gudereit (keine Daten dazu mehr verfügbar). Bereits wenige Tage nach der Anschaffung stahl man ihr das Rad, das an einen Laternenpfahl angeschlossen war, als sie beim Yoga war. Die Versicherung erstattete erst spät 550 €.

Hiddensee: Besuch auf der Insel, kein Reisebericht vorhanden. Anhand von Bildern weiß ich, dass wir eine Literarische Führung mitgemachte haben und die baufällige Lietzenburg dabei gesehen hatten. Wir benutzten bei der Inselerkundung Leihräder. Hier ein Bild vom 02.05.2008.

Am 10.05.2008 kaufte ich mir ein Faltrad von Dahoon, Type Glide, 24 Zoll-Bereifung für 749 €. J. folgte am 14.05.2008, entschied sich für den Kauf des Dahoon Roo D7, 20 Zoll-Bereifung für 575 €.

Ziel war es mit diesen Anschaffungen, das Reisen mit den Falträdern ungezwungener gestalten zu können.

Ab 24.07.2008 weilten wir im Elbsandsteingebirge, Standort war Bad Schandau. Am 29.07.2008 ging es mit den Fahrrädern die Elbe entlang Richtung Schmilka („Schokolade von Milka“). Der Radweg war ausgezeichnet. Die Sonne brannte vom Himmel. Nach einer halben Stunde erreichten wir die tschechische Grenze. Im Ort Hrensko sah es aus wie auf dem Vietnamesenmarkt, Stände mit Taschen, Uhren Hüten, Handtüchern usw. zwischen verfallen Häusern entlang eines Baches namens Kamnitz. An die Elbe zurückgekehrt, setzten wir mit der Fähre für 4,20 € über. Auf der anderen Seite lag der Ort Schöna, der schon wieder zu Deutschland gehört. Von dieser Seite aus konnte man nach einigen hundert Metern sehr schön die Schrammsteine sehen. Kurz vor Krippen lag ein schöner Landgasthof, aber für uns zu früh zum Pause machen. In Krippen schauten wir uns am Krippenbach eine Sonnenuhr an (hier Teil des Sonnenuhrenweges).

Elbsandsteingebirge 29.07.2008 gegen 11.30 Uhr

Am 13.09.2008 war ich beim MTB-Markt und hatte den Techniker wegen der Geräusche mein Fahrrad vorgeführt. Er fing gleich an, die Kette zu vermessen und meinte das Tretlager müsse überprüft werden (hatte ich erst vor ca. 2 Monaten machen lassen). Ich forderte ihn auf, mit dem Rad eine Testfahrt zu machen.

Ebenfalls im September: Mein Rad in Hamburg begrüßte mich mit einem Plattfuß; schob es, fuhr ein Stück quasi auf der Felge, um rechtzeitig ins Büro zu kommen. Später wieder aufgepumpt, Luft hielt nicht lange.

Musste mein Fahrrad am Bahnhof in Hamburg wieder aufpumpen, auf der Arbeitsstelle gleich in den Abstellraum gebracht. Mittags ging ich und reparierte es. Der Feststellring des Ventils ließ sich zuerst nicht lösen. Ich fragte einen Wachmann im Parkhaus, ob er eine Zange hätte, zum Glück lieh er mir eine. Wasser und einen Plastikeimer bekam ich dazu. Es fand sich ein kleines Loch, nicht der einzige Mangel, das Ventil ließ ebenfalls Luft durch. Während der Flicken antrocknete, zog ich einige Speichen fester an, in der Hoffnung, dass das Hinterrad nicht mehr so eiern würde. Ich brauchte dann doch länger als geplant.

Und es ging am nächsten Tag weiter: Leider hatte ich wieder keine Luft mehr im Hinterrad. Nahm das Fahrrad mit zum Bahnhof, radelte von dort nach Wandsbek, um mir einen neuen Schlauch und Mantel zu besorgen. Wollte erst zu Löwe, sah dann einen anderen Laden und fragte dort, ob man mir „gleich“ helfen könne. „Zwanzig Minuten“, das ging für mich in Ordnung. Kostenpunkt ca. 37 €. Ich spazierte die Wandsbeker Chaussee entlang. Pünktlich um 14.30 Uhr erschien ich wieder. Gerade wurde noch Luft eingepumpt. Dumm nur, der neue Mantel war zu dick, so dass er am Rahmen schleifte. Nochmals neu wechseln und ein anderer wurde aufgezogen. Was alles an dem alten Rad nicht in Ordnung war, ich wollte es eigentlich gar nicht hören. Es sollte mich doch lediglich vom Bahnhof bis zur Arbeitsstelle und zurück bringen.

In der Mittagspause radelte ich am 09.12.2008 zum Fahrradhändler in die Wandsbeker Chaussee. Bei dem einen Händler hatte ich kein Glück mit dem Ersatzteil, das nicht vorrätig war. Bei Löwe fand der Mitarbeiter nach langem Suchen ein auch in der Länge passendes Sattelrohr. Mit neuer Schelle kostete mich der Spaß 14,94 €. Langsam kam mich dieser alte Esel teurer als ein neues Gebrauchtes. Anmerkung zu sonstigem Unbill: In der Winterzeit froren des Öfteren die Schaltung oder die Bremsen ein/fest.

Nächster Verlust eines Rades trat am 13.02.2009 ein. In Hamburg fand ich am Hauptbahnhof nur noch mein Zahlenschloss vor, das Rad war weg. Das Schloss lag unbeschädigt etwas abseits im Schnee. Ich hob es auf, es war offen. Entweder der Dieb hatte das Schloss geöffnet oder ich hatte es beim Anschließen nicht richtig zugedrückt. Ich fuhr in Lübeck zum Revier, musste einen Moment warten, dann kam eine junge Beamtin und ging mit mir in einen separaten Raum. Sie setzte sich hinter ihren Flachbildschirm und fing an zu tippen. Eine Rahmennummer hatte ich nicht, nein, das Rad hatte ich geschenkt bekommen (Heino) und es wäre schon älter. Ich beschrieb es (weiß, rote Ringe, Chromschutzbleche usw.) Sie druckte mir ein Exemplar des Protokolls aus.

Kleiner Reise-Abstecher auf die Insel Bornholm. Über Saßnitz mit der Fähre auf die Insel. Nach 3 Stunden 15 Minuten am 10.08.2009 angekommen. Dort erhielten wir unsere Leih- Fahrräder. Gepäcktransport wurde von heimischen Menschen organisiert. Am nächsten Tag von Rönne die erste Tour nach Allinge. Am 13.08.2009 setzten wir die Tour fort und gelangten gegen 14.00 Uhr in Svaneke an. Nach zwei Tagen wieder zurück nach Rönne.

2009 Bornholm

Nächste Panne, ebenfalls im Februar 2010. Nehme das Fahrrad und stelle fest, dass das Vorderlicht abgebrochen ist (Absicht?). Als ich losfahren will, trete ich ständig ins Leere. Die Kette hat sich hinten über den Zahnkranz gedreht und rutscht jetzt durch. Ärgerlich. Ich kehre um, um mit meinem Werkzeug das Hinterrad zu lösen. Die Knarre hakt und ich muss erst Silikonspray einsetzen. Dann passt es und ich kann die Muttern lösen und die Kette wieder über den Zahnkranz drehen. Am 23.03.2010 ersteigerte J. bei einer Auktion ein gebrauchtes Rad für mich, das ich in Hamburg zur Fahrt vom Bahnhof zur Arbeitsstelle einsetzen sollte. 76 € hatte sie dafür bezahlt. Schon am nächsten Tag wartete eine Überraschung auf J., die Hinterradnabe musste für rund 200 € an ihrem Rad erneuert werden.

Und noch ein Urlaubsabstecher: Im Mai 2010 auf Hiddensee. Unser Domizil hieß Norderende und lag an der „Durchgangsstraße“ von Vitte nach Kloster. Bild vor der Unterkunft: Unsere Leihräder für die drei Tage.

2010 Hiddensee

U.a. nahmen wir auf Hiddensee an einer Literarischen Führung teil, die uns zu interessanten Stellen auf der Insel brachte.

Um den weiter oben beschriebenen negativen Ereignissen eins hinzuzufügen, der 16.08.2010: Am Bahnhof stelle ich fest, mein Fahrrad hatte einen Platten. Vor der Apotheke fand ich ein Rad, an der eine Luftpumpe hing. Damit füllte ich den leeren Schlauch auf. Bei der späteren Reparatur benötige ich einige Zeit, um das winzige Loch zu finden.

22.11.2010, am Bahnhof in Hamburg ist mein Fahrrad weg, wieder gestohlen. Ich könnte kotzen vor Wut. Das ist jetzt schon das vierte Rad.

Und der nächste Urlaubsabstecher: Hiddensee wurde zu unserer meistbesuchten Insel, hier Anfang Juni 2011. Unser Domizil hieß wieder Norderende. Diesmal hatten wir unsere eigenen Räder mitgenommen.

2011 Hiddensee

15.06.2011: Wieder in Lübeck, stelle ich fest, mein Fahrradcomputer fehlt. Das alte Ding hat sich doch tatsächlich jemand unter den Nagel gerissen. Welch armes Schwein! Neukauf einige Tage später. Ich baute den Fahrradcomputer an mein Rad, mir fehlte die Beschreibung. Funktionierte, fuhr eine Runde bis zu Wöltjen, merkte, dass die Anzeige schwankte und die Distanz nicht stimmte. Ein Mitarbeiter bei Wöltjen holte einen Zollstock und maß den Abstand vom Taktgeber zum Gerät. Es warern mehr als 60 cm. Meist ist der maximale Abstand für ein funktionierendes Gerät 60 cm. Vor der Tür verringerte ich den Abstand, auf dem Rückweg zeigte das Gerät konstant und einwandfrei an, Ursache erkannt und Fehler beseitigt.

Am 30.06.2011 nutzte ich erstmals in Hamburg ein Stadtrad, bei dessen Mietsystem ich mich angemeldet hatte. Die erste Halbe Stunde der Nutzung war kostenlos. Mein erster Versuch das Fahrrad mit dem Code zu entriegeln schlug fehl, ich war schon leicht genervt, versuchte es dann aber noch einmal, und da klappte es. Sattel höher gestellt und los. Fuhr sich nicht schlecht, wenn auch ein bisschen schwerfällig. Bild zeigt aktuelle Modelltypen.

Und in den Sommerferien 2011 eine neue Tour mit Gepäcktransport an der Nordsee und auf einige nordfriesische Inseln (Föhr und Amrum). Ausgangspunkt war die Stadt Husum. Wir erhielten Leihräder, mit denen wir uns gegen Wind und Regen abmühten, aber, wie man sieht, gab es auch Sonnenschein. Und wir lernten ein Ehepaar aus der Schweiz kennen, mit denen wir einen Teil der Inselerkundung gemeinsam absolvierten und uns zum Abschluss in Husum zum Essen verabredeten.

Am 21.09.2011 hatte ich die Faxen dicke, als ich vom Bahnhof nach Hause wollte, fehlte schon wieder Luft im Hinterreifen. So bin ich zum MTB-Markt und kaufte mir Mantel und Schlauch neu (ca. 36 €). Bei der Montage bin ich mit der Schaltung dann fast verrückt geworden. Ständig löste sich ein Teil und verrutschte. Irgendwann passte es dann. Der Tipp vom Verkäufer im Fahrradladen war gut, den Reifen mit 4 Bar aufzupumpen. Der Rollwiderstand war geringer, das Rad fuhr sich leichter. Ob es dadurch weniger oft zu einem Loch im Schlauch kommt, blieb abzuwarten.

Freitag, der 26.02.2012, nach der Arbeit begann ich mein Hinterrad auszubauen. Wollte die Ursache für die nicht funktionierende Schaltung herausfinden. Am Ende bin ich mit dem Hinterrad zum MTB-Markt. Dort offenbarte man mir, die Schaltung sein hinüber (Kugellager). Neu kostete so etwas rund 99 €. Ließ das Teil gleich einbauen (16 €). In der Zwischenzeit erledigte ich Einkäufe. Mein Rad war danach fertig. Sie hatten den Mantel ummontiert. Er war falsch herum aufgezogen, sozusagen gegen die Laufrichtung, da würde das Fahren unnötig erschwert. Das habe ich bis dato gar nicht gewusst, dass bei Fahrradmänteln eine Laufrichtung vorherrscht. Zu Hause versuchte ich das Ding einzubauen, verzweifelte, weil der Lock-Ring immer wieder absprang und ich am Ende mit dem ganzen Rad noch einmal zur Werkstatt ging bzw. rollerte. Kostete mich 5 € der Einbau. Dann fuhr es aber, fast wie von selbst.

Lese weiter im Beitrag: Der Gedanke, ein E-Bike…..

1996 / 1997 Kreta

Auf Kreta unternahmen wir im April 1996 einmal eine Radtour. Dazu liehen wir uns zwei Mountain-Bikes aus. Ausgangspunkt unserer Tour war der Touristenort Stalia.

Ziel war die Lassithi-Hochebe und dort Psychron mit der Zeus-Höhle. Der Höhenunterschied betrug ca. 1000m auf einer Strecke von gut 28 km. Mit Kettenschaltung unterwegs zum ersten Mal war das eine neue Herausforderung. Die vielen Gänge halfen nur bedingt, manchmal kam es einem vor, als wenn man kurbeln würde und doch nur auf ein und derselben Stelle fuhr.

Hier machen wir auf einer anderen Radtour gerade eine Pause in oder auf dem Weg nach Agio Nikolaos.

Lese weiter im Beitrag: ins Jahr 2000 und folgende….

Die neue Räder-Ära begann….

1988 mit dem Kauf des Hercules Damenrades für J. und 1989 im Mai mit dem Kauf des Rades für meine Tochter. Dreigangschaltung, Tachometer, Felgenbremse. Hier bei einer Radtour von Büchen nach Gudow. Bei meinem Rad darf ich auf den neuen Lenker hinweisen. Statt des „umgedrehten“ Rennlenkers chauffierte ich mein Hercules jetzt mit normalem Lenker.

Zum Geburtstag meiner Tochter veranstalteten wir zusammen mit Freunden eine Fahrradrallye in den Boberger Dünen. Die Erwachsenen bildeten die Streckenposten. Nicht ganz so leicht durchzuhalten gewesen bei hochsommerlichen Temperaturen. Ein voller Erfolg, die Kinder waren total begeistert. Das neue Rad hatte gleich eine Bewährungsprobe im Gelände bestanden. Es war eine der schönsten Geburtstagsfeiern gewesen.

Im Oktober begaben wir uns auf eine Urlaubsreise ins Altmühltal. Startpunkt war der Ort Gunzenhausen. Dort stellten wir unseren Passat auf einem öffentlichen Parkplatz ab. Treuchtlingen, Eichstätt, Kelheim, Ingolstadt waren einige Stationen, wo wir in Jugendherbergen übernachteten.

1991 kehrten wir mit etwas Wehmut Hamburg den Rücken und zogen berufsbedingt zurück in unsere alte Heimat.

Ende Juni 1992 verreisten wir in den Schulferien über Holland nach England, machten eine Tour mit Auto, Zelt und Rädern in Cornwall. Amsterdam war für ein paar Tage eine Zwischenstation. Der Zeltplatz lag etwas außerhalb, deshalb radelten wir an Grachten entlang ins Zentrum. Grachtentour auf einem Ausflugsboot, Anne-Frank-Haus gesehen, in einem Park Musikern und Künstlern bei ihren Darbietungen zugehört/zugeschaut. Als wir unsere Räder wieder abholen wollten, da war J.s schönes Rad gestohlen worden. Was nun? Zur Polizei, bei der man uns wenig Hoffnung auf ein Wiedersehen mit dem Rad machte, eigentlich keine. So begann am Samstagnachmittag ohne Internet die Suche nach einem Fahrradladen. Ohne Rad würde die Überfahrt nach England wenig Sinn machen. Wir fanden einen Shop namens „PretoriusTweewielers“ , der geöffnet hatte (siehe Foto). Wie man auf meinem abfotografierten Videobild lesen kann, es war der 27.06.1992. Nach einigem Hin und Her und einer Probefahrt kauften wir ein blaues Gazelle Hollandrad mit Dreigangschaltung. Bei der Probefahrt angenehm leichtläufig zu fahren.

Wieder zurück auf dem Campingplatz musste ich dann auch noch bei mir einen Schlauch flicken. Rechts auf dem Bild (vom Video abgelichtet) ist „J. neue Gazelle“ hinter mir stehend zu erkennen.

Vielleicht an dieser Stelle die richtige Gelegenheit, preiszugeben, wo ich meine Fähigkeiten und Reparaturkünste her hatte. Ein kleines Heft aus der Reihe „Einfälle statt Abfälle“ aus dem Jahre 1990, in dem ein Christian Kuhtz in „Rad kaputt“ beschrieb, wie man Defekte am Rad selbst beheben kann.

Die Tour in England geriet dann fast zu einer Tortur, weil der Radreiseführer bei seinen Beschreibungen mit dem Begriff „a little bit hilly“ etwas leichtsinnig umging bzw. ich etwas naiv das „little“als unbedeutend abgetan hatte, die Hügel aber tatsächlich mehr vorhanden und steiler waren. Dafür war die schwere „Gazelle“ nicht besonders geeignet und J. musste öfters schieben. Außerdem zollte uns der Wettergott nur geringen Respekt und ließ uns eins ums andere Mal im Regen stehen. Die Aufnahme unten stammt von einem Video, daher die schlechte Bildqualität.

Bed & Breakfast

Das zweite einschneidende Erlebnis fand Anfang Mai 1993 bei einer Ausfahrt mit Rädern auf dem Dach statt. Auf der Autobahn verlor ich eins (meins) der Räder während der Fahrt. Es kippte seitlich weg und landete auf der linken Fahrbahnhälfte. So viel Glück konnte man eigentlich gar nicht haben, aber es kam gerade kein einziges Fahrzeug nach mir. Ich hatte sogar die Zeit, das Rad ohne eigene Gefährdung von der Fahrbahn einzusammeln. Die Schrauben der Halterungen hatten sich gelöst. Der Gepäckträgertyp war ein System, bei dem die Fahrräder über Kopf am Lenker befestigt wurden. Ohnehin war das eine wackelige Angelegenheit gewesen. Danach kaufte ich eine andere Halterung.

An dieser Stelle, nicht ganz chronologisch, zwei Unfälle, die mir auf dem Rad passierten: Auf dem Weg zurück vom Besuch eines guten Freundes, im Gepäck eine größere Schüssel in einem Beutel, der am Lenker hing. Bei einer rasanten Abfahrt durch die Beckergrube verhedderte sich der Beutel zwischen Lenker und Knie, was zu einem Sturz führte. Ergebnis: eine zerrissene Hose und aufgeschlagenes Knie und Handflächen. Ein anderes Mal stürzte ich in der Possehlstraße vom Sattel, weil am Vorderrad der Schlauch aus dem Mantel trat und das Rad an der Felgenbremse blockierte. Ebenfalls mit dem Ergebnis blauer Flecken und Schürfwunden. Schutzengel mussten beide Male über mir geschwebt haben.

1993 kaufte ich mir – laut aufbewahrter Rechnung – Mitte Mai bei Warter ein neues Fahrrad, wieder ein Hercules, nachtblau, 62cm Rahmenhöhe, 5-Gangschaltung für 799 DM zzgl. kleinerer Extras. So in etwa hat es ausgesehen, eben nur in nachtblau.

Für mein altes Hercules erstattete mir Warter 100 DM.

Ende Mai 1993 durften wir uns stolze Camping-Bus-Besitzer der Marke VW Atlantic mit Fahrradhalterungen hinten nennen. Vom Dach konnte jetzt jedenfalls kein Rad mehr fallen. Die Touren mit Bus und Rädern zogen weitere Kreise (Rügen, Schweiz, Dänemark …).

Im Spätsommer reklamierte ich für meine Frau bei Hercules einen defekten Sattel. Von dem Fahrradladen wurde mir daraufhin nach gut 14 Tagen der Sattel getauscht.

Trotz Hausumbau in 1994 tourten wir weiter durchs Land. Zu Weihnachten 1994 kauften ich ein Hercules, wie konnte es anders sein, Typ „Penta Cross“, schwarz mit grünen Schutzblechen, 5-Gang Nabenschaltung für 964 DM bei Zweirad-Wöltjen. Was passierte mit dem alten Rad nach so kurzer Zeit? Nirgends ein Hinweis darauf.

Kaum zu erkennen das Penta auf der Halterung, aber es ist das einzige Foto von dem Rad.

Im Juni 1996 erst gen Ostdeutschland gefahren, ungünstige Wetterverhältnisse trieben uns zur Weiterfahrt nach Prag und von dort nach Meran. Mieser Sommer auf dem Festland. Zurück in Lübeck kurzentschlossen am Flughafen einen Flug nach Kreta (siehe unten) gebucht, quasi ein Geburtstagsgeschenk.

Ende Oktober 1996 war dann wieder Schluss mit „Campingbus“, er wurde verkauft. Radtechnisch passierte dann lange Zeit nichts……

Für einen Urlaubsabstecher lese weiter im Beitrag: Kreta

…ansonsten lese den Beitrag: ins Jahr 2000 und folgende….

Wie es weiterging…..

Ende der 70er Jahre wohnten wir bereits einige Zeit in Hamburg. Der Großvater hatte mir aus Altersgründen zwischenzeitlich sein Panther Fahrrad vermacht. 6 Kilometer musste ich regelmäßig zur Arbeit Richtung Steilshoop fahren, meist mit dem Auto, aber eben manchmal auch mit dem Rad. Eins meiner ersten einschneidenden Rad-Erlebnisse (Anfang der 80er Jahre) war dabei, dass man mir das Panther vom Firmengelände stahl. Ein neues musste also her. Hercules war zu dieser Zeit eine angesehene Marke. Ich kaufte mir bei Fahrrad-Löwe ein Rennrad, beige-braun mit den bekannten Streifen. Zwei Felgenbremsen, Kettenschaltung, Rennlenker, Tachometer und Schmutzfänger. Der Lenker wurde alsbald umgedreht.

An der Nordsee 1983 Camping. Tochter noch nicht ganz 5 Jahre alt und ärgerte sich, weil sie es nicht schaffte, alleine auf den Deich zu fahren. „Überforderung durch uneinsichtige Eltern“.

Dachgepäckträger waren seinerzeit die meistgenutzten Hilfsmittel, wenn man die Räder nicht i n s Fahrzeug verstauen konnte. Mit drei Rädern auf dem Dach des Autos ging es bei uns dann ins Umland oder auch einmal weiter weg. Übrigens gehört das ganz rechts auf dem unteren Bild befindliche Rad meiner Tochter. Es war quasi ein Recyclingprodukt. Das „Basismodul“, sprich Rahmen, Reifen und Lenker in Hamburg beim Sperrmüll-Watching um 1986 eingesammelt. Pedalversetzer für die anfangs noch zu kurzen Beine des Kindes in Heimarbeit aufgeschraubt, dazu einige kleinere Ersatzbeschaffungen getätigt und fertig war das „neue“ Kinderrad.

Mit den Gepäcktaschen, das ist mein Hercules. Ganz links, das weiße Rad mit rotem Sattel gehört J. Gekauft am 14.05.1988. (dieses Bild gehört hier chronologisch eigentlich nicht her.)

Boberger Dünen, Duvenstedter Brook, Ochsenwerder, Blankenese, Lüneburger Heide, Lübeck, Heiligenhafen, Nordsee waren zu jener Zeit unsere bevorzugten Ziele für Ausflüge mit den Rädern.

Am 01.05.86 machten wir eine Erkundungstour nach Niedersachsen. Mit dem Fahrrad von Lüneburg bis nach Bienenbüttel und am Elbe-Seiten-Kanal entlang, eine Strecke von gut 40 Km. Die Strecke abzufahren diente u.a. dazu, für die geplante Kanutour die Logistik abzuklären (wo das Auto abstellen, das Boot einsetzen etc.).

Zu den Ausflügen gehörte u.a. am 17.05.1986 die Tour nach Lüneburg. Mittlerweile waren wir Besitzer eines Coleman-Kanus. Kanu zu zweit aufs Auto hochgehievt, mit Gurten auf den Trägern festgeschnallt, ein Rad im Kofferraum mitgenommen. Logistik war so gedacht, Rad in Lüneburg abstellen und anschließen, dann nach Bienenbüttel zur Einsatzstelle für das Kanu fahren. Dort das Auto abstellen. Kanutour auf der Ilmenau bis Lüneburg. Nach rund 25 Kilometern Paddelei stellte ich bei der Ankunft fest, den Schlüssel vergessen. Musste zum Auto ca. 10 Km (Radweg/Straße) zurück laufen…….

Lese weiter im Beitrag: Die neue Ära Räder begann

Wie alles begann….

Vorab eine kleine Statistik, aus der man abschätzen kann, wie viele Fahrkilometer mein Radfahrerleben bisher umfasst.

Mit meinen E-Bikes von Flyer und Pegasus legte ich zusammen etwas mehr als 22.000 km zurück. Dazu addiere ich die Kilometer mit dem „geliehenen“ I:SY von J., nochmals ca. 10.000 km. Aktuell liegen meine zurückgelegten Streckenkilometer bei meinem neuen I:SY bei rund 2.200 km. Mit meinen motorlosen Rädern inklusive Falträder (alle die Räder, die mit einem Kilometerzähler ausgestattet waren) schaffte ich es, ohne hier historisch exakte Nachweise vorzulegen, sicher einmal um den Äquator. Letztes bescheidenes Indiz für „motorlose Aufzeichnungen“ ist im Keller ein „manueller“ Tachometer von Pit, auf dem 962 km abzulesen sind.

Fazit: Mindestens rund zweimal (am Äquator) um die Welt bin ich auf zwei Rädern gekreist.

Wie mein erstes Fahrrad aussah und wann ich es von wem bekam, ist mir nicht mehr erinnerlich. Lange Zeit benötigte ich kein Rad, alle Freunde, die Schulen sowie Spielmöglichkeiten befanden sich in der unmittelbaren Umgebung. Erste Begegnung mit einem zweirädrigen Gefährt machte ich 1957 auf einem Roller mit Ballonreifen. Trotzdem ist ein Fahrrad dann irgendwie in meinen Besitz gelangt, denn spätestens mit 13 Jahren veranstalteten wir bei uns in der Sackgasse sportliche Wettbewerbe, wie bspw. Leichtathletik oder Straßenrennen. „Um den Block“ rasten wir mit unseren Räder „auf Zeit“. Die Disziplin gehörte zu einem Dreikampf, bestehend aus Radfahren, Laufen und Weitsprung.

Es gab ein Punktesystem für Zeit und Leistung und deshalb Sieger und Verlierer. Ich gehörte meistens zu den Siegern, weil ich eines der ältestes und größten Kinder und außerdem sportlich ambitioniert war.

Zu einem anderen Anlass benötigte ich das Rad, um meine Großmutter väterlicherseits zu besuchen. Sie wohnte einige Kilometer weit weg von unserer Wohnung.

In der Teenagerzeit stand ich sonntags öfters lange vor meinen Eltern auf, nahm in der Früh mein Rad und strampelte im „Rennmodus“ nach Ratzeburg und nach kurzer Pause wieder zurück. Keine Ahnung, warum ich das damals machte, Trainingseinheiten vielleicht?

Ein Sprung ins Jahr 1968, mein Großvater mütterlicherseits zog aus seiner Wohnung in ein kleines steinernes Gartenhaus in einer Laubenpieperkolonie. Rüstig wie er war, fuhr er mit weit über 70 Jahren immer noch Fahrrad. Er besaß eins der Marke „Panther“. Leider besitze ich keine Bilder mehr von diesem seinerzeit qualitativ hochwertigen Herrenfahrrad. Die Fahrradwerke Panther AG existierten bis 1963. So in etwa könnte der Panther auf dem Schutzblech vorne ausgesehen haben.

Aus diesem Jahre stammt folgendes Bild, auf dem ich bei einem Besuch bei meinem Großvater vor dessen Gartenhaus abgelichtet wurde.

Kilometerzähler, Felgenbremse, Propeller auf dem Schutzblech. Mir scheint, es handelte sich um ein 26er Damenrad. Genau zu erkennen ist der Kilometerzähler nicht, aber ich meine, es war zu der Zeit einer der Marke VDO, Spitzname „Käseecke“.

Ob mit diesem oder einem anderen Rad, egal. Jedenfalls passierte mir mein erster Unfall bei einer Fahrt auf einem Heimweg. Vermutlich geträumt von hübschen Mädchen oder vom nächsten Fußballspiel stand mir ein am Straßenrand parkender Kleinlaster mit offener Heckklappe im Weg. Ungebremst raste ich gegen das Heck und landete mit einem Teil meines Körpers auf der Ladefläche. Spätere blaue Flecken und Schürfwunden gratis.

Bald war es vorbei mit dem Rad fahren. Gut zwei Jahre später erstand ich für knapp 375 DM eine Velo Solex, wahrscheinlich wanderte danach mein Rad in den Keller. Die Velo Solex veräußerte ich bereits wieder im Jahre 1973, in dem ich meinen Führerschein machte und ein Auto geschenkt bekam. Quasi wurde damit eine Fahrradpause eingeläutet……

Lese weiter im Beitrag: Wie es weiterging