IS:Y steht wofür?
Martin Kuhlmeier gilt als der Erfinder des i:SY. Bereits mit 10 Jahren baute er sein erstes Bike, um ein Radrennen zu gewinnen. Er siegte mit einem extra leichten und schnellen 20 Zoll Rad – und fuhr nie wieder ein Rennen. Doch Kuhlmeier hatte fortan ein neues Ziel: Das Rad neu zu erfinden. Über die Jahre entwickelte er ein Konzept für ein Fahrrad mit noch nie dagewesenen Fähigkeiten und unvergleichlichen Fahreigenschaften.
Er nahm die Lautschrift des englischen Wortes „EASY“ zum Anlass, seine Marke i:SY zu nennen. 2008 begann die Produktion in Zusammenarbeit mit Flyer (Biketech).
Ehemals ein Markenname der Schweizer Firma Flyer.
Die Flyer AG gibt es seit 2001 (Übernahme von BKTech AG), nannte sich bis 2018 Biketec AG. Seit 2009 befindet sich der Sitz in Huttwil (Schweiz). In Österreich, Holland und Deutschland existieren Vertragsniederlassungen.
In Deutschland übernahm die Hartje KG den Vertrieb der Marke IS:Y und die Produktion in Hoya. Die Kooperation endete zum 31.12.2021, IS:Y wurde an die Biketech Beteiligungs-GmbH verkauft.
Gefertigt wird ab 2022 das E-Bike von der bekannten Radmarke „Kettler“.
Soviel zur Vorgeschichte des Namens I:SY.
Obwohl J. mir von einem 28er abriet, entschied ich mich für das 28er Flyer-Modell. Am 07.04.2014 vormittags war ich beim MTB-Markt und kaufte mir das E-Bike von Flyer. Nachlass gab es 50 € und ein Schloss im Wert von ca. 120 €. 2.950 € ein stolzer Preis für ein Rad mit Hilfsmotor. Ich ließ die Schnellspanner auswechseln, probierte auf einer Probefahrt am Kanal den Sattel, wechselte den vorhandenen gegen einen etwas breiteren Unisex-Typ. Auf dem Weg zum Geschäft rechnete ich durch, was das Rad pro Jahr kostet, bei 10 Jahren „noch Radfahren“ wären das 295 € oder etwas über 24 € im Monat. Ob man so ein Ding nicht besser mieten sollte? Fahre ich auch noch mit 80 Rad? Komme ich dann noch über die Stange? Ein Bild, im Keller gemacht, nach längerer Nutzung des Rades.

Zweiter Urlaub unter Mitnahme des E-Bike von J. an die Atlantikküste nach La Rochelle. Meins blieb zu Hause, passte nicht ins Auto. Wieder eine Tour mit Gepäcktransport. Hier ein Bild von einer Etappe auf der Hinfahrt in Tours am 31.07.2014. Zuvor waren wir erst in Antwerpen und danach in Brügge. An der Atlantikroute u.a auf der Île de Ré und Rochefort sowie Royan gewesen.

Katastrophe hoch drei am 11.09.2014, J. wollte morgens zur Schule fahren und das E-Bike war weg, gestohlen, einzig hing das Vorderrad am Schloss am Fenstergitter. Ich war so wütend, das gab’s doch nicht!
13.09.2014: J. war in Sachen Neukauf E-Bike unterwegs, erst bei Laufrad, dann beim MTB-Markt. Das Modell lief aus, sollte es aber noch geben. Man würde ihr am Montag Bescheid geben. Bei der Versicherung hatte sie den Schaden gemeldet und hoffte auf 1.000 € Erstattung.
Am 17.09.2014 fand man das Rad wieder, es lag keine 100m von unserem Haus entfernt hinter einer Hecke. Es war dem Dieb wohl zu mühselig, das schwere Rad über die Brücke fortzuschleppen. Von der Versicherung erhielten wir für kleinere Ersatzbeschaffungen einen Ausgleich.
Eine unserer liebsten Reisedestinationen war und ist Südtirol. So auch im Oktober 2014, wo wir in Brixen weilten. Eine Tour machten wir nach Bruneck. Mit den Leihrädern im Bus hin und von dort mit den Rädern zurück nach Brixen.


Die Frühjahrsferien 2015 nutzten wir für eine Städtetour. Dafür hatten wir uns Rom ausgesucht, ja, Rom mit dem Rad, das hört sich nach einer verrückten Herausforderung an. Flug am 09.04.2015 ab Hamburg. Vom 10.04.2015 bis 13.04.2015 erkundeten wir mit Leihrädern die geschichtsträchtige Stadt. Gepäcktransport später zu anderen Destinationen (Latium) war im Reisepreis inbegriffen.





Pannenerlebnis: am 12.04.2015 löste sich eine Pedale an meinem Rad. Es fing auf Höhe des Denkmals Garibaldi an, als ich bemerkte, dass meine rechte Pedale unrund lief. Bald darauf löste sie sich ganz und viel ab. Bis nach Hause zum Hotel waren es von dort noch gut 6 Km. Ich musste die meiste Zeit schieben, konnte nur, wenn es bergab ging, mich und das Rad rollen lassen.


Zu den letzten beiden Fotos: Wir landeten nach der Rückkehr aus dem Latium in Rom im Stadtteil Trastevere, zuerst kaufte ich beim Bäcker Vollkornbrötchen und J. später Kekse. Wir setzten uns in der Nähe auf eine Marmorbank neben einem Denkmal unter Schirmpinien, packten die restlichen Lebensmittel von gestern aus und begannen unser letztes Picknick vor dem Rückflug im Freien in Rom.
Uns lockte ich im Sommer nach Dänemark, Skive hieß der Ort, wo wir ein Apartment gemietet hatten. Am 03.08.2015 unternahmen wir einen Ausflug auf die Insel Fur. Zwischendurch arbeiteten wir uns durch unwegsames Gelände und mussten teils schieben.


Und wieder war Berlin unser Ziel. Schöneberger Rathaus, Köpenicker Schloss, Müggelsee, Open-Air-Kino in Friedrichshain, Spree im August 2015….

Erste Reise mit einem Wohnmobil am 16.10.2015, geliehen für 14 Tage. Diesmal noch ohne E-Bikes. Grund war, wir fuhren mit dem Touran erst in die Nähe von Lüneburg, um dort das Wohnmobil in Brietlingen abzuholen und danach an einem Golfturnier teilzunehmen. In der Heckgarage verstaute ich die beiden Falträder. Hier ein Bild vom Umladen. Waren auf dem Campingplatz in Sexten in Südtirol.

Fuhr am 01.12.2015 zum MTB-Markt. Meine Schaltung am E-Bike funktionierte nicht richtig. Der kompetente Servicemitarbeiter benötigte nur wenige Handgriffe und einen Blick auf die Kabelführung, die Lösung lag so nahe, der Strang hatte sich aus der Buchse gelöst und verursachte die Aussetzer beim Treten.
Ab März 2016 durften wir uns stolze Besitzer eines Wohnmobils nennen. Ich im Ruhestand, da begann das vermehrte und längere Reisen. Schraubte als erste Maßnahme einen zweischienigen Radträger in der Heckgarage an. Dort würden zukünftig die E-Bikes sicher transportiert werden können.

Mit dabei diesmal im Oktober 2016 die E-Bikes. Hier von Jenesien kommend bei einer spektakulären Abfahrt aus dem Tunnel von Autos verfolgt nach Bozen.
Am 10.02.2017 ließ J. sich beim MTB-Markt ein Angebot zu einem neuen E-Bike erstellen. I:SY Bosch LL 20 Zoll. Kristallrot mit 400 Watt Akku. I:SY gehörte zu dieser Zeit als Marke der Firma Hartje in Hoya. Bestellt wurde es dann am 29.03.2017 und ausgeliefert am 29.04.2017. Preis: 2.670 €.
Am 14.03.2017 raffte ich mich auf, mein Plan war, zu Wöltjen zu fahren. Nahm mein altes Gudereit-Rad mit, falls ich doch gleich zuschlagen und mir das kleine E-Bike kaufen würde. Dann hätte ich das alte dort für „die Allgemeinheit“ stehen gelassen. 2.599 € sollte es mit dem 400 Watt Akku kosten. 200 € mehr, wenn es der leistungsstärkere Akku hätte sein sollen. Verhandelt hatte ich noch nicht! Zwei Tage später: Nach eintägiger Überlegungspause hatte ich mich – nach dem Abstreifen letzter Zweifel – zum Kauf eines zweiten E-Bikes entschlossen. Der Verkäufer kam mir insofern entgegen, als dass er meinte, er könne mir das „Pegasus E-Swing E8R 24“ für den alten Preis aus 2016, mithin für 2.499 € überlassen. Extras könne er nicht gewähren. Ich holte das Rad dann am Nachmittag ab. Mein altes Gudereit verabschiedete ich vor dem Fahrradgeschäft mit einem „Tschüss alter Drahtesel“. Unangeschlossen ließ ich es für jedermann nutzbar stehen.

Nun war ich quasi noch vor J. Besitzer eines neuen, zweiten E-Bike. Dieses kleinere E-Bike ließ sich besser im Wohnmobil transportieren, das war u.a. auch ein Grund für den Kauf.
Am 23.03.2017 musste ich zum Händler nach Lahmstedt, wo ich ca. 08.40 Uhr auf dem Gelände stand. Ich holte mein Rad aus der Heckgarage, übergab dem Werkstattmeister die Schlüssel, orderte die Gasprüfung dazu, sie wäre dann zukünftig immer zusammen mit TÜV fällig. Ich zog mir meine Wanderhose an, nahm Handschuhe und Mütze mit. Das war auch notwendig, denn im Gegensatz zu gestern schien hier keine Sonne und entsprechend frisch war der noch morgendliche Fahrtwind. Der Lenker hatte eine leichte Fehlstellung, die ich nicht korrigiert bekam. Da ich wusste, dass sich gleich hinter der Kreuzung ein Fahrradgeschäft befand, fragte ich dort nach einem Inbusschlüssel, den mir der Inhaber auslieh. Danach orientierte ich mich an der Kreuzung und entschied nach Wingst zu fahren. 10 Km stand auf dem Hinweisschild. Also gut, Zeit genug hatte ich ja, denn der Werkstattleiter signalisierte mir, 6 Stunden würden seine Leute für den Austausch der Arbeitsplatte benötigen. Es ging sehr viel auf Seitenwegen ab von den Hauptverkehrsstraßen durch das brache Land. Oft sah ich Reste von Stängeln der Maispflanzen von der letzten Ernte als sichtbare Überbleibsel auf den Feldern. Ich landete in Varrel, ein kleines Dorf etwas abseits der eigentlichen Route. Wingst erreichte ich nach gut 14 Km mit kalten Füßen und Zug im rechten Ohr vom ständig pfeifenden Wind. Wingst schien mir eine Art Konglomerat aus Ortsteilen zu sein, bis zum Zoo und den Sportanlagen waren es dann plötzlich weitere 4 Km. Am Zoo angelangt, kamen die Erinnerungen an unseren Familienbesuch mit unserer Tochter in den 80er Jahren. In den Zoo wollte ich nicht, dafür reizte mich das Schild mit der „18%“ Steigung. Der Weg führte hinauf zum Olymp, zum „Deutschen Olymp“ wie es ausgeschildert hieß. Auf mittlerer Strecke musste ich schon auf „Sport“ und in den ersten Gang umschalten, um oben anzukommen. Hier herrschte derzeit Ödnis vor, keine Menschenseele, Türen verschlossen. Ich dachte mir, als Beweis meiner Kletterkünste und dazu mit meinem neuen Rad mache ich „Selfies“.
So stand ich dann auf dem Olymp:


Hinunter ging es vorsichtig, auch wenn ich am Ende mit 46 Km/h ins Tal sauste. Über den Zaun konnte ich einen Blick in das Gehege des Zoos mit einem Tiger werfen; das arme Tier sah ziemlich elend aus und schien etwas zu lahmen. Ich fuhr durch den Kurpark zurück, noch einmal etwas steiler hinauf, dann landete ich wieder auf der Hauptstraße und ich machte mich Richtung Lamstedt auf. Langsam stellte sich bei mir Appetit ein und eine Pause täte mir sowieso ganz gut. In Lamstedt dämmerte mir, gäbe es keine Restaurants oder Gaststätten, also bog ich nach Hemmoor ab. Restaurants schienen in diesem Teil der norddeutschen Welt unbekannt zu sein. Letzte Rettung war der Supermarkt „Combi“, in dem ich eine Scheibe warmen Leberkäse und eine Frikadelle aß und mich in einer Sitzecke aufwärmen konnte. Vor dem Ausgang kaufte ich am Fischstand Heringssalat. Von Hemmoor kannte ich die Strecke von der gemeinsamen Fahrt mit J. im letzten Jahr. Eine „Sightseeing-Tour“ durch Lamstedt verfestigte lediglich meine Auffassung von einem armseligen Flecken dieser Erde. Um 14 Uhr war ich wieder beim Händler, musste dann bis fast 17 Uhr auf mein WoMo warten. Zwischendurch bereinigte der Werkstattleiter und ich ein Missverständnis. Es bestand in der Deutung der Begriffe Dichtigkeitsprüfung und Gasprüfung. Die Gasprüfung hatte ich nach seiner Empfehlung mit in Auftrag gegeben. Die andere bezog sich auf ein dichtes Dach, das sollte – wegen der Garantiezusage – jedes Jahr gemacht werden. Die zusätzliche Prüfung veranlasste der Werkstattleiter dann kurzfristig. Ärgerlich war dann am Ende der Ärger um die Garantieleistung bzw. das Fahrgeld. Erst wollte man mir weismachen, ich hätte eine Fahrt zu viel bezahlt bekommen und die heutige wäre damit verrechnet. Dann meinte man, da ich die Dichtigkeitsprüfung veranlasst hätte, hätte ich keinen Anspruch auf die Zahlung. Ich lasse das hier einmal weg, wie es weiter ging….
Urlaubsreise im April 2017 nach Holland und Belgien. Über Nordhorn zum Keukenhof und Tage später nach Maastrich.


Ein schmerzhaftes Erlebnis darf hier nicht fehlen. Am 19.05.2017 landete J. in einer Hecke, das kam ganz plötzlich und völlig überraschend. Auf dem Weg nach Dänemark durften wir in Brodersby mit dem Wohnmobil für 10 € Platzgebühr auf dem Hof stehen. Der Vermieter bot außerdem 4 Gästezimmer an. Wir erhielten eine Wanderkarte der näheren Umgebung. Wir nahmen unsere Räder und fuhren bei stark verhangenem Himmel nach Missunde. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir „Das Kaffeehaus“ und am Fähranleger das Fährhaus sowie den Fischimbiss. 3,60 € würde die Überfahrt für ein Wohnmobil kosten. Wir besuchten die Marina und folgten später dem echt holperigen Wanderweg Richtung dem Fleckchen „Geel“. Hier standen einige recht flotte Villen mit Blick auf den Ostseefjord Schlei. Der Kroog im Ort schien verlassen bzw. geschlossen. Wir kehrten zurück nach Brodersby, J. touchierte dabei den Kantstein und stürzte, fiel mit dem Rad um und landete in der Hecke. Außer dem Schreck war allerdings nicht viel passiert. Wir machten kurz darauf Pause im „Kaffeehaus“, aßen ein geteiltes Stück Kuchen.
Reise im Sommer in die Bretagne:



Am 03.11.2017 durfte ich nach ein paar Tagen Werkstattaufenthalt mein Pegasus E-Bike abholen, allerdings war es am Mittag noch auf „der Stange“ und wurde gerade auseinander genommen. Am Nachmittag konnte ich dann damit nach Hause fahren. Es war wohl das Kugellager im Vorderrad, das nicht mehr in Ordnung war. Der Werkstattmitarbeiter hatte scheinbar einige Arbeit in die Suche nach der Ursache investieren müssen.
Im Januar 2018 Aufenthalt in Heiligenhafen, danach am 30.03.2018 ins Elsass, wo wir u.a. in Straßburg verweilten. Es folgten im April Kurztrips nach Grömitz und Kühlungsborn und im Mai stürmten wir Fehmarn und Sylt.
Kurztrip nach Rendsburg kleine Touren ins Umfeld, Besuch der NordArt und Nachtwanderung mit Führung gemacht. Auf dem Rückweg am 17.06.2018 in Nortorf gestoppt und Radfahrt u.a. nach Emkendorf.

Der 28.08.2018 dürfte bei uns so schnell nicht in Vergessenheit geraten. J. kam dann am späten Abend, nachdem sie ihr Fahrrad in die Garage gebracht hatte, mit der Meldung zurück, ihr altes E-Bike sei weg. Und tatsächlich fand sie das aufgebrochene Schloss. Sie tobte und war drauf und dran ein Messer einzusetzen, wenn sie den Dieb erwischen würde. Allerlei Beschimpfungen musste ich mir anhören, natürlich war ich auch sauer und ärgerte mich eigentlich mehr über uns selbst und die laxe Sicherung. Am 03.09.2018 erledigte J. die Schadensmeldung wegen des E-Bikes, wir durften wohl mit 1.900 € Erstattung rechnen. Am 11.09.2018 erstatte die Versicherung großzügig 2.142 €, das war mehr als erhofft.
Besuchte am 15.09.2018 den MTB-Markt, um mir E-Bikes anzusehen. Besprach mich mit einer Mitarbeiterin, berichtete von meinen „Größenproblemen“ auf dem Pegasus. Der Tipp, das I:SY käme demnächst als XXL-Modell für Menschen bis zu einer Größe von 2,10m auf den Markt, war der Anstoß zu der Überlegung, ein solches Modell ersatzweise für mein Pegasus zu kaufen.
Um 20 Uhr verschwand ich zum Nachbarn, Doppelkopf gespielt, das war am 17.09.2018. Zwischendurch klingelte es, J. berichtete aufgeregt und verstört, dass jemand ihr E-Bike draußen gestohlen hätte. Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen, hatte es jetzt jemand auf „uns“ abgesehen. Ein herrenlosen Fahrrad stand in der Garageneinfahrt, nicht abgeschlossen. Jola hatte kurz zuvor ein knackendes Geräusch vernommen und aus dem Fenster geschaut, aber nichts verdächtiges erkennen können. Die Polizei kam natürlich nicht, man solle am nächsten Tag Anzeige erstatten. Das erledigte J. dann natürlich. Kaum zurück, sie stand schon draußen vor der Tür, da klingelte das Telefon, der MTB-Markt meldete sich, die Mitarbeiterin fragte vorsichtig, ob wir etwas vermissen würden, was ich nach kurzem Zögern bejahte. Und tatsächlich, die frohe Botschaft über das Wiederauffinden des E-Bikes drang an mein Ohr. Die Bundespolizei aus Hamburg hatte sich im MTB-Markt gemeldet, man hätte einen Mann mit dem Rad aufgegriffen, der auffällig nicht zum Rad passte und man meinte, das könne nicht der Besitzer sein. Über das Händlerschild und die Rahmennummer war dann schnell geklärt, wem das Rad gehörte. J. war nach der Mitteilung völlig „durch den Wind“, brauchte eine Findungspause, rief dann aber in Hamburg an. Nach einigem Hin und Her verfrachtete ich mein Faltrad ins Auto und ab ging es nach Hamburg. Den Glücksfall feierten wir dann in Hamburg und nutzten die Zeit für eine Alsterrundfahrt. Am Klosterwall fand ich einen Parkplatz, von wo aus wir zum Bahnhof gingen. Die Diensträume der Bundespolizei befanden sich rechts vom Eingang am Hachmannplatz. Nach dem wir einige Sicherheitstüren hinter uns gelassen hatten, half uns ein gutmütiger Mann mit leicht geröteter knolliger Nase bei den Formalitäten, holte dann das Rad, was J. eingehend prüfte und meinte, der Lenker wäre ein anderer. Das Vorderrad blockierte etwas, die Bremse war scheinbar verklemmt, aber das Rad fuhr, der Akku war voll geladen. Im Polizeibericht stand, das Rad hätte ein 24-jähriger Pole morgen gegen 05.20 Uhr in der Nähe der Kunsthalle „gefunden“. Wahrscheinlich so hübsch verpackt formuliert, damit es zu keiner weiteren Überprüfung kommt. Egal, wir bedankten uns und ich trug das Rad die Treppen hinunter.
Die Versicherung erstatte Reparaturkosten und ein neues Schloss am 01.10.2018.
Der 11.12.2018, noch ein rabenschwarzer Tag für uns. Ich wollte in der Früh in die Schwimmhalle, holte mein Fahrrad aus der Garage und bemerkte beim Hochfahren, dass das Rad sich so schwergängig fahren ließ. Der Akku war nicht da! Mir schwante Übles, denn er war ja gerade erst geladen und mit ins Haus hatte ich ihn nicht genommen. Ich kehrte um, ein Blick zurück, J.s Rad fehlte ebenfalls. Wieder ein Diebstahl! Diesmal hatten die Diebe den Metallring abgesägt oder wie auch immer gelöst. Ich kehrte um und berichtete J., sah in ein recht verzweifeltes Gesicht. Ich nahm die Dokumente und fuhr in die Hansestraße aufs Polizeirevier und stellte dort Strafantrag bzw. gab den Diebstahl zu Protokoll. Das dauerte so seine Zeit, bis der junge Mann alles in sein System getippt hatte. Am 20.12.2018 erstatte die Versicherung zum wiederholten Male großzügig 2.142 €. Schon am nächsten Tag, der 21.12.2018, kaufte sich J. ein neues I:SY, diesmal bei „at-Fahrräder„, Kostenpunkt 2.858 €.
Ich wechselte vorsorglich die Hausratsversicherung, das wurde mir vom Versicherungsvertreter nahegelegt, den eine Kündigung seitens der Versicherung drohte bei so vielen Schäden in so kurzer Zeit. Dann hätte ich womöglich keinen neuen Versicherer mehr gefunden. Bei der neuen Versicherung riet man uns dringlichst, die Räder nicht mehr in der Tiefgarage abzustellen, sondern sie mit ins Haus zu nehmen. Nun schleppen wir seit gut zwei Jahren die Räder jeden Abend ins Haus.
am 17.01.2019 durfte ich nach 5 Tagen einen neuen Akku für mein 28er Flyer beim MTB-Markt abholen. Kostenpunkt: 641 €, die ich nicht von der Versicherung erstattet bekam, weil es sich ja um e i n e n Diebstahl, also um eine Versicherungsleistung, handelte und die mit der zuvor genannten Zahlung abgegolten war.
Kurzentschlossen nutzten wir 2019 schönes Februarwetter für einen Besuch in Amsterdam. Ob die Hunde nun auf Leckerli hofften, mich bewachten oder auf ein Kommando warteten, das zu interpretieren überlasse ich dem Betrachter.
Und schon wenigen Wochen später unternahmen wir ab dem 15.04.2019 eine weitere Reise, diesmal nach Groningen, quasi gleich hinter der deutschen Grenze.

Mülleimer speziell für Radler an den Radwegen, konstruiert für Fahrer mit sportlichen Ambitionen, insbesondere wären hier Basketballer gefragt.
Am 30.04.2019 kaufte ich mir beim MTB-Markt auf Probe einen neuen Sattel für mein kleines E-Bike, mehr Volumen unterm Hintern und weicher, weil mit Gel gefüllt. Gleich um den Kanal die gut 4 Kilometer nach Hause, quasi als Test, geradelt.
Ich betätigte mich als Ingenieur und bastelte einen Abstellplatz im Hausflur.
Und schon wieder auf Achse, auf Rügen trieben wir uns Ende Mai herum.
Ab 06.06.2019 ging es über Puttgarden und Dänemark ab nach Schweden. Malmö, Öland, Söderköping, Stockholm und Göteborg sollen als Hauptaufenthaltsorte für diese Reise genannt sein. Nur wenige Aufnahmen mit unseren Räder liegen dazu vor.



Am 30.06.2019 konstatierte ich, 787 Km in Schweden mit dem Rad zurückgelegt.
Ab 04.09.2019 machten wir uns gen Süden auf, erst durch Deutschland, dann Südtirol und weiter bis nach Venedig.
Bis Ende des Jahres hatten sich mehrere Freunde ebenfalls E-Bikes gekauft. Ich knackte die 10.000 Km-Marke auf dem Tachometer für das I:SY.
Was bringen die 20er Jahre? Lies weiter dort.







