Wie es weiterging…..

Ende der 70er Jahre wohnten wir bereits einige Zeit in Hamburg. Der Großvater hatte mir aus Altersgründen zwischenzeitlich sein Panther Fahrrad vermacht. 6 Kilometer musste ich regelmäßig zur Arbeit Richtung Steilshoop fahren, meist mit dem Auto, aber eben manchmal auch mit dem Rad. Eins meiner ersten einschneidenden Rad-Erlebnisse (Anfang der 80er Jahre) war dabei, dass man mir das Panther vom Firmengelände stahl. Ein neues musste also her. Hercules war zu dieser Zeit eine angesehene Marke. Ich kaufte mir bei Fahrrad-Löwe ein Rennrad, beige-braun mit den bekannten Streifen. Zwei Felgenbremsen, Kettenschaltung, Rennlenker, Tachometer und Schmutzfänger. Der Lenker wurde alsbald umgedreht.

An der Nordsee 1983 Camping. Tochter noch nicht ganz 5 Jahre alt und ärgerte sich, weil sie es nicht schaffte, alleine auf den Deich zu fahren. „Überforderung durch uneinsichtige Eltern“.

Dachgepäckträger waren seinerzeit die meistgenutzten Hilfsmittel, wenn man die Räder nicht i n s Fahrzeug verstauen konnte. Mit drei Rädern auf dem Dach des Autos ging es bei uns dann ins Umland oder auch einmal weiter weg. Übrigens gehört das ganz rechts auf dem unteren Bild befindliche Rad meiner Tochter. Es war quasi ein Recyclingprodukt. Das „Basismodul“, sprich Rahmen, Reifen und Lenker in Hamburg beim Sperrmüll-Watching um 1986 eingesammelt. Pedalversetzer für die anfangs noch zu kurzen Beine des Kindes in Heimarbeit aufgeschraubt, dazu einige kleinere Ersatzbeschaffungen getätigt und fertig war das „neue“ Kinderrad.

Mit den Gepäcktaschen, das ist mein Hercules. Ganz links, das weiße Rad mit rotem Sattel gehört J. Gekauft am 14.05.1988. (dieses Bild gehört hier chronologisch eigentlich nicht her.)

Boberger Dünen, Duvenstedter Brook, Ochsenwerder, Blankenese, Lüneburger Heide, Lübeck, Heiligenhafen, Nordsee waren zu jener Zeit unsere bevorzugten Ziele für Ausflüge mit den Rädern.

Am 01.05.86 machten wir eine Erkundungstour nach Niedersachsen. Mit dem Fahrrad von Lüneburg bis nach Bienenbüttel und am Elbe-Seiten-Kanal entlang, eine Strecke von gut 40 Km. Die Strecke abzufahren diente u.a. dazu, für die geplante Kanutour die Logistik abzuklären (wo das Auto abstellen, das Boot einsetzen etc.).

Zu den Ausflügen gehörte u.a. am 17.05.1986 die Tour nach Lüneburg. Mittlerweile waren wir Besitzer eines Coleman-Kanus. Kanu zu zweit aufs Auto hochgehievt, mit Gurten auf den Trägern festgeschnallt, ein Rad im Kofferraum mitgenommen. Logistik war so gedacht, Rad in Lüneburg abstellen und anschließen, dann nach Bienenbüttel zur Einsatzstelle für das Kanu fahren. Dort das Auto abstellen. Kanutour auf der Ilmenau bis Lüneburg. Nach rund 25 Kilometern Paddelei stellte ich bei der Ankunft fest, den Schlüssel vergessen. Musste zum Auto ca. 10 Km (Radweg/Straße) zurück laufen…….

Lese weiter im Beitrag: Die neue Ära Räder begann

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