Anfang März 2012 konnte J. sich noch nicht so recht entschließen, ihren Motorroller zu verkaufen. Nach meinen Recherchen bekäme sie mit etwas Glück ggf. noch 2.500 €. Dafür ließe sich dann ein Elektrofahrrad kaufen.
Zum 1. Mai 2012 verabredete sich J. mit unseren Bekannten, fuhren zu denen nach Cashagen und machten von dort aus eine Fahrradtour. Die Klappräder im Auto verstaut, ging es kurz nach 11 Uhr los. Bei böigem Wind, sonniger Atmosphäre, etwas kühleren Temperaturen als gestern, ging es die hügelige Strecke bis nach Pronstorf, an einigen Steigungen verließen wir die Sättel und schoben uns (und die Räder) die Berge hinauf. In Pronstorf machten wir Halt beim Krug, saßen draußen, obwohl doch recht kühl und aßen Kuchen. Nach 21,5 km wieder in Cashagen zurück.
Am 30.06.2012 vormittags radelten wir zum MTB-Markt. Ich zeigte J. das Faltrad mit Elektromotor. Sie machte eine Probefahrt und schien zumindest beeindruckt, wollte sich aber nicht sofort entscheiden. Zu überlegen wäre sowieso, zu welchem Zweck man ein Rad mit Motorunterstützung anschaffen möchte. Will sie damit zur Schule fahren?
Baute im Juli 2012 J. ihren neuen Fahrradständer (14,99 €) an.


Ab dem 13.07.2012 machten wir in Bayern Urlaub und dort mehrere Radtouren. Eine davon geplant um den Staffelsee. Fahrräder in Murnau ausgeliehen. Gutes Material von Kettler. Durch falsche Wegwahl tourten wir durchs Murnauer Moos bis nach Bad Kohlgrub und von dort nach Uffing. Teilweise mussten wir schieben. Der Wasserlauf Lindach begleitete uns einen Teil der Strecke. Nach Erreichen von Bad Kohlgrub begann es zu regnen. Wir setzten uns in ein Café und lasen in Zeitschriften. Die Tour führte dann kurz über die Hauptstraße und danach über einen Bahnübergang erst ein Stück bergan, und wo es hinauf ging, da ging es auch wieder hinunter (Bilder oben).
Am 20.07.2012 fand J. In Schlehdorf in der Information einen Flyer einer E-Bike-Station (Landgasthaus Fischerwirt). Erhielten die Auskunft, es seien zwei Räder verfügbar. Gleich gegenüber befand sich der Gasthof, so ein Glück. Wir konnten mit dem freundlichen Chef eine verlängerte Zeit für den 30 € – Tarif (halber Tag) vereinbaren. Dann ging es los Richtung Kochel, wo J. ein bisschen mehr zu sehen wünschte als nur durchzufahren. So fuhren wir zum See hinunter am Montessori-Kindergarten in der Badstraße vorbei. Ich erkannte auf dem Weg zum See den Gasthof zur Alten Post, dort hatten wir vor vier Jahren gegessen und auf einem Bauernhof übernachtet. Im Kräuterladen bestellten wir uns Kuchen, Kaffee und Tee und saßen draußen auf alten Holzbänken vor der Kräuterschnecke. Ein Tross Jugendlicher zog mit Koffern durch das Kloster, vermutlich Beteiligte an der abendlichen Aufführung, denn dort waren einige Jugendchöre mit dabei. Wir wechselten die Räder, weil mein Akku noch mehr Reserven aufwies. Gegen 13.15 Uhr verließen wir das Kloster, um den Ort zu besichtigen. Kamen an einer Jugendherberge vorbei, die „Miriam“ hieß. Der Ort um das Kloster bot wenig attraktive Ansichten. Fuhren zunächst außen über Ried zurück, querten dort die „B11“, um dem Lauf der L? zu folgen. Doch nach wenigen 100 m endete der Weg an einem Bahndamm, wir kehren notgedrungen um und fahren den gleichen Weg zurück. Unterwegs trafen wir etwas später an einer Brücke über die Loisach eine Gruppe Jugendliche in Neoprenanzügen beim Umziehen und Vesperpakete öffnend. Sie machten eine Floßfahrt. Wir änderten die Rückfahrt, nahmen Kurs auf Großweil, umfuhren Schlehdorf und jagten einem Radtouristen mit Normalfahrrad hinterher bis Kochel, wo ich ihn einholte. In Kochel fuhren wir 900 m bis zum Franz Marc-Museum. J. schaute sich im Shop um, während ich den Angestellten im Restaurant „Blauer Reiter“ durchs Fenster bei der Arbeit zuschaute. Sie legten Kuchenformen mit Teig aus und der Chef erzählte dabei von einer Steuerprüfung. Es blieb nicht mehr viel Zeit für die Rückkehr und Abgabe der Räder zum vereinbarten Termin. Also hieß es kräftig in die Pedalen treten. J.s Akku hatte nur noch 20% Leistung. Auf dem letzten Kilometer trieb uns eine Regenfront entgegen, der wir knapp entkamen und so fast trocken den Landgasthof erreichten.

Das war die erste Erfahrung mit einem E-Bike.
Im April 2013 einen Trip nach Kopenhagen gemacht. Am 02.04.2013 bei sonnigem Wetter an der Flaniermeile Nyhavn nach einem passenden Restaurant Ausschau gehalten.

Am 04.03.2013 bei Real mit Kreditkarte Lebensmittel und einen neuen Kilometerzähler fürs Fahrrad gekauft. In Lübeck haderte ich mit dem Einbau des Tachometers, schwitzend probierte ich einige verschiedene Anbauvarianten aus, bis ich den Sensor dann soweit zum Magneten ausgerichtet hatte, damit dieser Kontakt mit dem Magneten bekam. Heute, am 18.04.2013, war ich unterwegs, um meine Gangschaltung bei einem Fahrradhändler reparieren zu lassen. Alle hatten keine Zeit für eine Spontanreparatur, Wartezeiten bis zum 03. Mai. Gut für die Händler, schlecht für mich als Kunden. In der Wahmstraße bekomme ich einen Termin für den 26.04. Noch einmal will ich nicht die Fummelarbeit machen, das Angebot machte mir der Werkstattmann, er wollte mir Seilzug und Hülle mitgeben.
04.08.2013: Nachmittags fuhren wir nach Warnsdorf, von dort mit dem Rad nach Niendorf, die Neubausiedlung in Augenschein genommen, gestaunt, was für architektonisch gefällige Häuser hier errichtet wurden. Weiter über Timmendorf bis nach Scharbeutz. Dort im Kleinen Steakhaus zu Mittag gegessen. J. kaufte sich an einem Straßenstrand einen Bernsteinengel für ihre Geldbörse. Auf dem Rückweg stoppten wir in Niendorf und gingen an den Strand. Ich machte mich gleich auf ins Wasser und schwamm gegen die Wellen an. So leicht und unbeschwert war ich schon seit Jahren nicht mehr in offenen Gewässern baden gewesen. Eine dicke dunkle Wolke zog über uns herauf, ohne dass es zu regnen begann. Wir radelten auf der Promenade zurück. Erdbeeren waren in Warnsdorf bereits alle ausverkauft. Über Bad Schwartau ging es zurück nach Lübeck.
03.09.2013: Zwei Tage Regenwetter, sehr ungewohnt! Gestern hatte ich mein Rad demoliert am Hamburger Bahnhof vorgefunden. Muss irgendein Randalierer eine Acht ins Vorderrad getreten haben. Eierte damit im Nieselregen mit schleifendem Mantel zum Dienst. Abends nahm ich es mit nach Lübeck. War beim Fahrradhändler, der mir offenbarte, da sei keine Reparatur mehr möglich. Ein neues Vorderrad würde ca. 150 €, ein Wechsel von Felge und Speichen ca. 95 € kosten. Ich nahm das Rad und kehrte zurück zum Bahnhof, wo ich mein „Heimfahrt“ abholte und nach Hause im Doppelpack radelte. Im Keller baute ich das Rad aus, stellte dabei fest, eine Speiche war gebrochen. Außerdem ließen sich die Speichen kam justieren. Also, entweder Schrottplatz oder das Geld investieren.
In den Folgemonaten nahm ich dann mehrfach mein Faltrad von Lübeck aus im Zug mit, um dann vom Hauptbahnhof in Hamburg zur Arbeitsstelle zu fahren bzw. vice versa.
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